Die Gemeindeverwaltung in Breitenbach soll energetisch saniert werden

Strom vom Rathausdach

Wird saniert: Die Gemeindeverwaltung an der Machtloser Straße in Breitenbach bekommt ein neues Dach, auf dem eine Solaranlage installiert wird. Auch die Glasbausteine im Treppenhaus (neben dem Gemeindewappen werden durch Thermofenster ersetzt. Foto: Eisenberg

Breitenbach/H. Der Gemeindeverwaltung an der Machtloser Straße in Breitenbach steht eine energetische Sanierung bevor.

Einstimmig hat die Gemeindevertretung am Mittwochabend der Erneuerung von Dach und Decken sowie weiteren Energiesparmaßnahmen zugestimmt. Außerdem soll auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert werden.

Wie Bürgermeister Volker Jaritz erläuterte, waren bereits im Jahr 2000 Thermofenster eingebaut und Vollwärmeschutz angebracht worden. Am Dach selbst war damals nicht gearbeitet worden. Die derzeitige Deckenisolierung aus Mineralwolle sei in sich zusammengefallen, was massive Wärmeverluste zur Folge habe. Die Kosten für die Arbeiten waren bereits im Haushaltsentwurf für das laufende Jahr eingestellt, aber mit einem Sperrvermerk versehen worden. Etwa 45 000 Euro wird nach Angaben des Bürgermeisters die Sanierung von Dach und Decke kosten. Damit würden die Kosten für das Vorhaben aber unter der Bagatellgrenze von 50 000 Euro für eine Förderung durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen liegen.

LED-Beleuchtung

Deshalb sollen nach dem Willen der Breitenbacher Gemeindevertreter weitere sinnvolle Arbeiten gleich miterledigt werden: So lässt die Gemeinde die Glasbausteine im Treppenhaus für etwa 3000 Euro gegen Thermofenster austauschen und für etwa 4800 Euro die Innenbeleuchtung auf LED-Technik umstellen. Die Gesamtkosten von 52 800 Euro fördere das Land mindestes mit 30, eventuell sogar mit 50 Prozent. Das werde vom Wirtschaftsministerium aber erst nach einem entsprechenden Antrag der Gemeinde entschieden, erläuterte Jaritz. Zusätzlich lässt die Gemeinde auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 20 kWp auf dem Dach installieren. Verwaltung sowie die ebenfalls in dem Gebäude untergebrachte Zahnarzt- und Massagepraxis liege nach der Beleuchtungsumrüstung bei durchschnittlich 15 000 Kilowattstunden. 75 Prozent des Energiebedarfs soll künftig direkt vom Rathausdach kommen.

Strom selbst nutzen

Den Strom will die Gemeinde nämlich nicht ins öffentliche Netz einspeisen, sondern selbst verbrauchen und an die Zahnarztpraxis liefern. Dadurch könne man jährlich 3100 Euro einsparen, erläuterte der Bürgermeister. Eine energetische Sanierung steht langfristig wohl auch für das Bürgerhaus am Stadion an. Informationen über Kostenumfang und mögliche Varianten wurden aus organisatorischen Gründen jedoch in die nächste Gemeindevertretersitzung verschoben.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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