Verein „Heimat entdecken“ lud zur Exkursion ein

Auf den Spuren der Fulda-Biber

Den Bibern auf der Spur: Zu einer Exkursion in Niederaula hatte der Verein „Heimat entdecken“ eingeladen. Foto: nh

Niederaula. Biberburgen, Biberrutschen sowie von Bibern gefällte und säuberlich entastete Weiden gab es bei der Fulda-Exkursion des Vereins „Heimat entdecken“ bei Niederaula zu sehen.

Dass sich die Biber in der Gemeinde Niederaula zu Hause fühlen, sei kein Wunder. Vor einigen Jahren wurde an mehreren Stellen das Flussbett renaturiert, wodurch Weidendickichte entstanden. Und Weidenschösslinge gehörten zu den Lieblingspeisen des Bibers, vor allem während der kalten Jahreszeit. „Der Biber nagt die Rinde der jungen Zweige ab“, erklärte die Biber-Beauftragte des Vereins, Gunhild Classen-Cornelius. „Wenn nicht genug Jungweiden da sind, dann fällt er auch ältere Exemplare. So kommt er an junge Zweige heran.“

Die Biberburgen haben die Exkursionsteilnehmer erst erkannt, als Classen-Cornelius sie förmlich darauf stieß. Ein großer Haufen von Knüppeln, mehr war nicht zu sehen. Die Knüppel türmen sich über den Bau, den die Biber ins Ufer gegraben haben. Der wirre Holzhaufen hält Wölfe, Bären und Hunde davon ab, den Bau aufzugraben. „Der Eingang zur Burg liegt unter Wasser“, erklärte Classen-Cornelius. „Um Nahrung zu beschaffen, kommt der Biber jedoch häufig an Land. Gewandt klettert er die Uferböschung empor. Zurück geht es noch schneller. Er rutscht einfach auf seinem Fell hinunter ins Wasser.“

Biberdämme gab es an der Fulda nicht zu sehen. Die bauten Biber nämlich nur, wenn sie weniger als einen halben Meter Wasser unter dem “Kiel“ haben. Wer mehr über den Fulda-Biber und die Natur in der Fuldaaue wissen möchte, kann sich an Gunhild Classen-Cornelius, Telefon 06625/5812 wenden.(red/kam)

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