Gemeindefeuerwehrtag in Oberjossa mit Wettbewerben und Ehrungen

Schnitzeljagd für Brandschützer

Überflieger: Bei der Übung der Jugendfeuerwehr müssen die Jugendlichen über einen 1,50 Meter breiten imaginären Wassergraben springen. Diese Beiden sind von der Jugendfeuerwehr Oberjossa – und sicher wieder gelandet. Foto: Auel

Oberjossa. Der Brand einer Scheune, der ausgerechnet zwei Stunden vor der geplanten Alarmübung ausbrach (wir berichteten), war natürlich das Hauptgesprächsthema auf dem Gemeindefeuerwehrtag in Oberjossa. Das eigentliche Programm bestand aus Ehrungen, Wettkämpfen und hielt eine – diesmal erfreuliche – Überraschung für den Gemeindebrandinspektor parat.

Am Samstag traten neun Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis gegeneinander an. Den dritten Platz belegte die zweite Mannschaft der Breitenbacher Kerngemeinde. Der erste Platz ging an die Gruppe aus Frielingen. Der Feuerwehrnachwuchs aus Oberjossa wurde Zweiter und schnitt somit von den Breitenbacher Jugendwehren am besten ab, was mit dem Gemeindepokal belohnt wurde.

Nicht nur die Jugend, auch die umliegenden Einsatzabteilungen kamen nach Oberjossa, um ihre Kräfte zu messen. In einem Orientierungsmarsch, eine Art Schnitzeljagd für Feuerwehrleute, mussten die Helfer ihr Wissen und Geschick rund um ihr lebensrettendes Hobby unter Beweis stellen. So galt es beispielsweise bei einer Station, mit Leiterteilen, einem Standrohr und ein paar Seilen eine Konstruktion zu basteln, mit der sich eine in einen Schacht gestürzte Person retten lässt. Den dritten Platz holte sich die Mannschaft aus Heddersdorf, Zweiter wurde Niederaula. Erster wurde die traditionell starke Mannschaft aus Lingelbach. Mit dem fünften Platz von zwölf möglichen in der Gesamtwertung wurde die erste Mannschaft aus Hatterode die beste der Gemeinde und freute sich somit ebenfalls über den Gemeindepokal.

Langjährige Mitglieder

Zudem gab es eine Reihe Ehrungen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurden Paul Blumenauer aus Gehau und Frank Schreiber aus Machtlos geehrt. Reinhold Poljanski aus Oberjossa gehört seit 40 Jahren dazu, Heinrich Fink, Georg Trost, und Ludwig Stiebing, alle drei ebenfalls aus Oberjossa, seit 50 Jahren. Kurt Gieß und Kurt Nuhn aus Hatterode sind seit 60 Jahren Mitglied. Maik Nuhn aus Hatterode und Swen Stein aus Oberjossa haben sich 25 Jahre aktiv für die Förderung des Brandschutzes eingesetzt. Weil sie ehemalig aktiv waren und immer noch seit 50 Jahren Mitglied sind, wurden Reinhard Dippel und Heinrich Stiebing aus Oberjossa geehrt.

Das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande bekommt man, wen man 25 Jahre lang aktiv die Bevölkerung vor Gefahren wie Feuer oder Naturkatastrophen beschützt hat. Maik Nuhn aus Hatterode, Björn Krause aus Breitenbach sowie Holger Urban und Lars Stein aus Oberjossa haben das getan. Die Jugendfeuerwehr Florians-Medaille in Bronze bekamen Dirk Becker und Harald Schwalm aus Gehau. Ihr Verdienst: Sie kümmern sich seit mindestens drei Jahren um den Nachwuchs in der Feuerwehr. Björn Krause aus Breitenbach und Lars Stein aus Oberjossa machen das bereits seit 15 Jahren, deswegen bekamen sie die Jugendfeuerwehr-Florians-Medaille in Gold.

Einer, der über all diese Ehrungen Bescheid wusste, war Markus Wettlaufer, der Brandinspektor der Gemeinde Breitenbach. Nur eine Auszeichnung hatten seine Kollegen vor ihm geheim gehalten: seine eigene. Wegen seiner Bemühungen um die Feuerwehren der Gemeinde wurde Markus Wettlaufer mit der Sankt-Florians-Medaille in Silber am Bande ausgezeichnet.

Von Juri Auel

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