Warnecke kritisiert schlechten Zustand der Amphibienschutzanlage bei Mengshausen

Sanierung erst nach 2022?

SPD-Fraktion, Bürgermeister und Einwohner vor Ort: (von links) Bürgermeister Thomas Rohrbach, Konrad Rössing, Gerd Schäfer, Verena Wetzel, Bernhard Hirschbrich, Torsten Warnecke, Walter Freund, Silke Herwig, Stefan Bauer, Thorsten Wittich, Wilhelm Wettlaufer, Fritz Schäfer, Matthias Engel, Petra Wiesenberg und Björn Steube machen sich ein Bild von der maroden Amphibienschutzanlage bei Mengshausen. Foto: nh

Mengshausen. Vom maroden Zustand einer der eigentlich wichtigsten Amphibienschutzanlagen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg haben sich Einwohner und Parlamentarier aus der Gemeinde Niederaula gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Rohrbach und dem Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke überzeugt.

Seit Jahren setzt sich Warnecke bei den Landesverkehrsministern für die Sanierung der Straße ein. Die sechs die Landesstraße 3432 vor Mengshausen querenden Rinnen seien so marode, dass diese von den Amphibien nicht angenommen würden. Hinzu komme der bauliche Zustand in der Straße, der zu einer drastischen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometern führt.

Keinerlei Veränderung

„Nach den beiden FDP-Verkehrsministern Posch und Rentsch dachte ich, dass sich Verkehrsminister Al-Wazir besonders einer solchen Maßnahme verpflichtet sieht. Aber weder im diesjährigen Straßenbauprogramm für Landesstraßen in Hersfeld-Rotenburg noch in der sogenannten Sanierungsoffensive 2016 bis 2022 sind Mittel vorgesehen,“ schreibt der SPD-Landtagsabgeordnete Warnecke in einer Pressemitteilung.

Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach wies darauf hin, dass ursprüngliche kleinere Maßnahmen verworfen wurden, um die Straße, neben dem Bau einer neuen Amphibienschutzanlage, insgesamt auch in der Streckenführung zu entschärfen. Hierfür wiederum sei ein insgesamt kleinerer sechsstelliger Betrag landesseitig notwendig. „Das hier etwas getan werden muss, sieht und erfährt jeder. Schade, wenn nach den positiven fachlichen Abstimmungen erst nach 2022 die Maßnahme in Angriff genommen werden sollte. Hier herrscht bereits jetzt Handlungsbedarf,“ bilanziert Bürgermeister Rohrbach.

Ehrenamtliche am Limit

Die im Naturschutz ehrenamtlich tätige Silke Herwig verwies auf die Leistung des Nabu. „Wir sammeln die Amphibien ein und bringen diese in die Gewässer im Wiesenbereich. Allein die Zahl der Molche überstieg im Frühjahr die Zahl von 2000. Das alles wird ehrenamtlich gemacht. Ob das auf Dauer geleistet werden kann? Jedenfalls kann der Amphibienschutz nicht dauerhaft davon abhängig sein, ob sich genügend Helferinnen und Helfer finden,“ fasst Herwig zusammen. Nach Warneckes Auffassung habe der Vorortbesuch bereits Wirkung gezeigt. So würden aktuell die maroden, funktionslosen Holzsperranlagen entfernt, die seit Jahren das Mähen der Seitenstreifen behindert hätten. (red/jce)

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