Rück- und Ausblick in der Jahreshauptversammlung der Oberaulaer Brandschützer

Ruhiges Jahr für die Feuerwehr

Zahlreiche Mitglieder der Oberaulaer Feuerwehren wurden am Samstagabend in der Jahreshauptversammlung von Gemeindebrandinspektor Michael Becker, seinem Stellvertreter Alexander Kurz, dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf und Bürgermeister Klaus Wagner (von rechts) befördert oder ausgezeichnet. Foto: Löwenberger

Oberaula. Gerade mal acht Einsätze hätten die Oberaulaer Feuerwehren im vergangen Jahr leisten müssen, berichtete der Gemeindebrandinspektor Michael Becker am Samstagabend in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Oberaulaer Wehren in der Mehrzweckhalle.

Das sei etwa ein Drittel dessen, was in 2011 an Einsätzen angefallen war. Vier Mal mussten die Wehren zu technischen Hilfeleistungen ausrücken, ebenso oft zur Brandbekämpfung. Dabei musste ein Brand in der Aumühle gelöscht werden, einmal hatte ein defekter Rauchmelder Alarm ausgelöst und bei Ibra musste kurioserweise ein brennender Kilometerstein gelöscht werden - was immer man sich darunter vorstellen mag.

In einer Alarmübung hatten die Oberaulaer ihre Einsatzstärke getestet, ihr Können testeten sie bei einer Unwetterübung und eine Räumungsübung kam nur für die Schüler der Schule am Katzbachtal überraschend.

Probleme bereiten den Wehren die Anzahl der Atemschutzgeräte und auch die Zahl der Träger, die von 60 auf 40 zurück gegangen ist. Bezüglich der Atemschutzausbildung liegen die Oberaulaer im Clinch mit dem Kreis Hersfeld-Rotenburg, weil sie dessen Übungsstrecke nicht mehr benutzen dürften, respektive entsprechende Anfragen gar nicht erst beantwortet würden, berichtete Becker. Erfreulich sei, dass bei dem allgemeinen Personalmangel – laut Florix 129 Aktive, darunter laut Becker aber mindesten 20 „Karteileichen“– sechs Kinder aus der Bambinigruppe in die Jugendfeuerwehr übernommen werden konnten. Diese umfasst nun 35 Jungen und fünf Mädchen. In diesem Zusammenhang wurde Marnie Wagner vom stellvertretenden Kreisbrandinspektor, Robert Pfalzgraf, für ihre besonderen Leistungen in der Brandschutzerziehung mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet.

Die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für dieses Jahr wird sich wohl um zwei Jahre verzögern, dafür sollen, gemeinsam mit den Nachbarkommunen, zwei Wärmebildkameras angeschafft werden, von denen eine in Oberaula stationiert wird. Außerdem gehen die Feuerwehren der Knüllgemeinde davon aus, das bis Ende 2013 zu mindest ein Teil der Umstellung auf Digitalfunk erfolgt sein wird. Die Gemeinde werde trotz eines defizitären Haushaltsplanes auch in diesem Jahr wieder 25.000 Euro dafür einsetzen, erklärte Bürgermeister Klaus Wagner, „Luxusinvestitionen“ indes seien nicht möglich.

Von Bernd Löwenberger

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