Sanierung des Kerspenhäuser Kirchturms abgeschlossen – Dorf feierte zwei Tage lang

Ruhe für die Kirchenmaus

Wo die Glocken geläutet werden: Anlässlich der Kirchturmeinweihung konnten die Besucher des Dorffests in Kerspenhausen zusammen mit Architekt Gerhard Michel (Mitte) das nagelneuen Innenleben des Kirchturms besichtigen. Über enge Treppen und neu geschaffene Aufstiegsmöglichkeiten von der Schreinerei Deiseroth ging es hoch hinaus – wobei sich auch die Aussicht sehen ließ. Fotos: Rössing

Kerspenhausen. Pünktlich zum 13. Kerspenhäuser Dorffest zog am vergangenen Wochenende der Sommer ins Land ein. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen feierte die Vereinsgemeinschaft rund um die Kirche das Zusammenleben und ihren neu sanierten Kirchturm (die HZ berichtete). Zu den Feierlichkeiten hatte sich am Samstagabend auch der Gospelchor Raboldshausen angekündigt, der die Besucher mit schönen Klängen und einem mehrstündigen Konzert belohnte.

Im Anschluss traten die „Sunny Girls“ auf und heizten die Stimmung im Dorf an. Gefeiert wurde bis spät in die Nacht. Der Sonntag startete mit einem Gottesdienst, der von dem ortsansässigen Chor „Klangfarben“ und den Kindern der „grünen Gruppe“ des Kindergartens Niederaula musikalisch begleitet wurde. Auf den anschließenden Frühschoppen folgte ein buntes Nachmittagsprogramm für die ganze Familie. Die Begrüßungsworte wurden von Ortsvorsteher Michael Grenzebach, der die stetige freiwillige Einsatzbereitschaft im Dorfleben lobte, sowie von Pfarrer Werner Ewald und dem Bürgermeister der Marktgemeinde, Thomas Rohrbach, gesprochen.

Die Kirchenmaus packt aus

Ute Patzelt trat als „Kirchenmaus“ auf und fasste in einer lustigen Rede die wichtigsten Punkte der Sanierung zusammen: „Begonnen hat alles, als an meinem Zuhause vor acht Jahren Mängel an der Holzkonstruktion und der Schieferabdeckung festgestellt wurden“, berichtet die Maus. „Ich hatte schon Angst, dass das Dach über mir zusammen bricht!“ Nicht nur die achtjährige Planungsphase und die einjährige Bauphase, die im Juli 2014 begonnen hat sowie alle beteiligten Firmen, Helfer und der Architekt des Bauprojekts, Gerhard Michel, wurden genannt. Auch über eine Familie Turmfalken, die es sich unter den Dachbalken des Turms gemütlich gemacht hat sowie die Rückkehr der ersten Fledermäuse freuten sich die Kerspenhäuser. Das Fazit der Kirchenmaus: „Die Sanierung war doch nicht so teuer wie gedacht! Vielleicht bleibt ja noch Geld übrig, um die Glockenanlage zu sanieren, damit sie wieder um Punkt schlägt, nicht 13 Minuten vorher?“ Man wird sehen.

Buntes Programm

Grund zur Freude hatten am Wochenende vor allem die Jüngsten; ein buntes Kinderprogramm, von Darts werfen über Kinderschminken bis hin zum Spritzen mit dem Feuerwehrschlauch wurde geboten.

Alle Interessierten konnten außerdem zum neuen Kirchturm hinaufklettern, an dessen Spitze Architekt Michel geduldig Rede und Antwort stand. Den musikalischen Teil des Nachmittags bestritten vor allem die beiden Kindertanzgruppen „Sunny Girls“ und „Die ohne Namen“, eine Gruppe von Jungen, die die vergangenen deutschen Fußballweltmeistertitel resümmierten. Bei Schlagermusik und Bier, Ploatz und Kuchen ließen die Besucher das Wochenende ausklingen.

Von Sarah Rössing

Kommentare