Festival-Atmosphäre mit Blick übers Fuldatal: „Joss-Stock“ lockte die Fans nach Niederjossa

Rockende Hoffnungsträger

Heimspiel: Beim Joss-Stock-Festival waren auch die Lokalmatadoren von „Thekenpoet“ mit von der Partie. Fotos: Nicole Wagner

Niederjossa. Fans bekannter Rock-Klassiker mit Neugierde auf vielversprechende neue Bands kamen am vergangenen Wochenende im Niederaulaer Ortsteil Niederjossa voll auf ihre Kosten. Nach einem Jahr Pause veranstaltete die ortsansässige Burschenschaft gemeinsam mit dem Verein Cross Music abermals das dreitägige „Joss-Stock-Festival“, bei dem neben bereits bekannten Cover-Bands auch aufstrebende Musiker die Chance bekamen, ihre Werke vor Musikliebhabern aller Altersklassen zu präsentieren.

Thekenpoet begeistert

Ein besonderer Höhepunkt des Wochenendes war der Auftritt der vier Lokalmatadore von Thekenpoet, die sich erst Anfang letzten Jahres im beschaulichen Niederjossa gegründet hat und seitdem bereits in ganz Deutschland Erfolge feiert. Erst vor knapp zwei Wochen gewannen sie das hessenweite Finale des weltgrößten Bandwettbewerbs „Emergenza“ in der berühmten Frankfurter „Batschkapp“ und setzten sich gegen zwölf Konkurrenten durch. Ende Juli bietet sich ihnen nun die Chance, beim deutschen Finale in Berlin unter die drei besten Bands gewählt zu werden, um dann im internationalen Finale gegen Bands aus aller Welt antreten zu dürfen. „Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit bei allen Unterstützern der letzten Zeit bedanken“, sagte Sänger und Gitarrist Amel Hadzipasic während des Auftritts, mit dem die Band das Festival am Freitag eröffnete.

„Leb’ laut“, einer der selbstgeschriebenen Songs, die die vier Bandmitglieder von Thekenpoet Amel Hadzipasic, Denis Hadzipasic, Fabian Kosemund und Christopher Nuhn präsentierten, war dabei repräsentativ für das Programm des ganzen Wochenendes.

Gleich im Anschluss boten die Cover-Rocker von Weizensnake alles, was das Herz jedes Rock-Fans höher schlagen lässt: Wummernde Gitarren-Riffs, einen wahren Künstler am Schlagzeug und Sänger, die das Publikum voller Inbrunst und mit Leidenschaft zum Mitfeiern animieren.

Neben der bekannten Cover-Band Take Five, die das Freitags-Programm beendete, trugen am Samstag und Sonntag außerdem Desert Plain, AC/DX, Streamline und der aus „The Voice of Germany“ bekannte Philip Bölter mit seiner Band Purple Rain zur Unterhaltung der Besucher bei. Meistens präsentierten die Künstler dabei Rock- und Folk-Klassiker der 60er, 70er und 80er Jahre.

Festivalstimmung fehlte

Das „Joss-Stock-Festival“, dessen Name von dem berühmten Hippie-Festival von 1969 im amerikanischen Örtchen „Woodstock“ abgeleitet ist, bot abgesehen vom musikalischen Aufgebot statt echter Festival- Atmosphäre allerdings eher Kirmes-Stimmung. Der guten Laune der zahlreichen Besucher tat dies allerdings keinen Abbruch. Sicherlich werden sie auch im nächsten Jahr, sollte es eine Fortsetzung geben, wieder hoch oben über dem Fuldatal mitrocken.

Von Nicole Wagner

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