Marianne Hühn (SPD) kritisiert Gemeinde

Radwegekonzept in Oberaula umsetzen

Oberaula. Kritik an der ihrer Meinung nach fehlenden Umsetzung des Radwegekonzepts in Oberaula übt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD in der Gemeindevertretung, Marianne Hühn. Mit Bedauern stelle sie fest, dass nach fast zwei Jahren nicht genügend Fortschritte festzustellen seien.

„Die Gemeinde muss erhebliche Kosten für die Unterhaltung des Bahnradweges aufwenden, ohne genügende Anstrengungen zu unternehmen, die Chancen aus dem Radweg für die heimische Gastronomie, die Rad fahrenden Touristen und die Bürger zu nutzen“, äußert sich Hühn in einer Pressemitteilung.

Mit der Fertigstellung des reizvollen Radweges bis nach Schwalmstadt werde der Radweg immer mehr auch seiner überörtlichen Funktion als Radwegeverbindung zwischen dem Fulda- und Lahntal gerecht. Jede Gemeinde, die den Radwanderern gute Hinweise und Angebote mache, werde von diesem neuen Tourismusangebot profitieren, meint Hühn. Daher müsse Tourismusförderung nicht nur Lippenbekenntnis bleiben. „Dazu gehört neben weiteren Beschilderungen, zu deren Kostenübernahme sich Betriebe bereit erklärt haben, auch die innerörtliche Kennzeichnung von Radwegen.“ Dies diene auch der Sicherheit von Radfahrern.

Oberaula habe immerhin eine Auszeichnung für das Engagement als radfahrfreundliche Gemeinde erhalten. „Nun müssen dem auch Taten folgen, die die SPD gerne unterstützen will“, so Hühn. Eine engagierte Förderung des Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor aber lasse die Gemeinde unter der Führung von Bürgermeister Klaus Wagner vermissen.

Platz-Gestaltung in Arbeit

Von Seiten der Gemeinde heißt es: „Es wird genug getan – im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten und gemeinsam mit den anderen Kommunen“, sagt Helmut Henning vom Bauamt. Derzeit sei die Gestaltung der Einstiegsparkplätze in Oberaula am Bahnhof und in Olberode am ehemaligen Bahnhof in Arbeit. Dort sollen Bänke, Radparker und Hinweistafeln aufgestellt werden. Bestellt werden die in der vergangenen Woche von der Gemeinde beschlossenen Materialien laut Henning nun vom Radwegebeauftragten des Landkreises. Im Sommer sollen die Plätze dann hoffentlich fertiggestellt werden können. (red/nm)

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