Verdi weitet Arbeitskampf aus - Sendungen aus China betroffen

Post-Streik auch im Verteilzentrum in Niederaula

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Auch im Verteilzentrum Niederaula wurde gestreikt.

Niederaula. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag die Arbeitsniederlegungen bei der Deutschen Post ausgeweitet. Zum Streik aufgerufen waren auch die Mitarbeiter des Verteilzentrums in Niederaula.

Zusätzlich zu den bereits Streikenden legten Brief- und Paketzusteller der Deutschen Post AG unter anderem in Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt die Arbeit nieder. Die Zustellung von Briefen und Paketen verzögert sich deshalb vor allem in diesen Gebieten.

Ebenfalls betroffen war das Internationale Postzentrum in Niederaula (IPZ). Dadurch verlängere sich die Laufzeit von e-Commerce-Warensendungen hauptsächlich aus China und der internationaler Wochenzeitungen. In Niederaula gibt es etwa 400 Mitarbeiter. Bestreikt wurden die Schichten zwischen 5 und 20 Uhr. Mit Fahnen und Pfeifen machten einige Streik-Teilnehmer am Donnerstag auf ihr Anliegen aufmerksam. Dabei hatten sie vor allem auch den Nachwuchs im Unternehmen im Blick, der benachteiligt würde.

Der Streik ist laut Verdi eine Reaktion darauf, dass auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Durchbruch erzielt wurde. Hintergrund des Tarifkonflikts ist der laut Verdi "Bruch des Vertrages zum Schutz vor Fremdvergabe durch die Deutsche Post AG und ihre Flucht aus dem bestehenden Haustarifvertrag". Mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes für die Paketzustellung in den für diesen Zweck zum Jahresanfang gegründeten 49 Regionalgesellschaften verstoße die Deutsche Post AG gegen den Schutzvertrag, den die Tarifvertragsparteien abgeschlossen haben. Für diesen Schutz verzichten die Beschäftigten unter anderem auf Kurzpausen und arbeitsfreie Tage. Mit der Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich soll dieser Vertragsbruch kompensiert werden, teilt Verdi mit. (red/nm)

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