Niederaulas Bürgermeister setzt sich gegen Angriffe zur Wehr

„Populistische Worte“

Niederaula. Thomas Rohrbach, Bürgermeister der Marktgemeinde Niederaula, setzt sich in einer Pressemitteilung kritisch mit einem Leserbrief von Gerhard Eckstein (HZ vom 8. August) auseinander. Rohrbach fühlt sich durch Eckstein in vielen Punkten zu unrecht attackiert.

Auf den Vorwurf, zu wenige Informationen herauszugeben, erklärt Rohrbach: „Seit 2010 finden in Niederaula regelmäßig Bürgerinformationsveranstaltungen statt. Es ist sehr enttäuschend, dass diese, bis dahin noch nie dagewesene Art der Information und der Aufzeichnung der aktuellen Lage bewusst ignoriert oder, wie im Leserbrief des Personalratsvorsitzenden des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, Gerhard Eckstein, völlig fehlerhaft dargestellt wird.“

Zum Beispiel sei am 19. August 2013 detailliert auf die Thematik „Straßenbeiträge“ eingegangen worden. „Dabei wurde aufgezeigt, dass die Weichen für das Kanalsanierungsprogramm bereits in 2005/2006 gestellt wurden und das Programm ursprünglich bis Ende 2010, wie im ursprünglichen Förderantrag vorgesehen, abgearbeitet werden sollte. Als ich Anfang 2009 das Amt des Bürgermeisters übernommen habe, wurde mir schnell deutlich, dass dies unmöglich zu schaffen ist“, erklärt Rohrbach.

„Bis ins Detail geprüft“

Da in Niederaula jede anstehende Maßnahme bis ins Detail geprüft werde, sei es oft gelungen, kostengünstige Inlinersanierungen, die nicht förderfähig seien, auf den Weg zu bringen. „Hierzu war es notwendig Ersatzmaßnahmen zu benennen, die im Investitionsplan verankert wurden. Danach wurde der Marktgemeinde Niederaula eine letztmalige Fristverlängerung des großen Förderprogrammes bis zum 17. September 2016 durch das Land Hessen gewährt, worüber ich in verschiedenen Veranstaltungen, bereits berichtet habe“, erklärt der Bürgermeister.

Von einem Personalratsvorsitzenden habe Rohrbach eine weniger populistische Wortwahl erwartet, zumal Eckstein im Jahr 2013 ausführlich über die Situation auch rund um die Diskussion der möglichen Einführung der „Wiederkehrenden Beiträge“ aufgeklärt worden sei.

„Gleich davon zu sprechen, dass durch den Bürgermeister und einen Teil der gemeindlichen Gremien ein nicht zu unterschätzender Teil der Grundstückeigentümer in den Ruin getrieben werden könnte, ist keinesfalls das Ziel. Wir setzen gesetzliche Vorschriften um und möchten im Rahmen des Möglichen einen Dialog mit den betroffenen Bürgern, um verträgliche Lösungen für beide Seiten zu erarbeiten“, führt Rohrbach in seiner Pressemitteilung weiter aus.

„Vorab erkundigen“

Wenn Gerhard Eckstein als Beisitzer der BI „Bürger für Niederaula“ die Einführung der „Wiederkehrenden Beiträge“ in der Gemeinde Wildeck als positiv herausstelle, solle er sich auch über den Stand der Abarbeitung der Kanalprogramme beziehungsweise über den Schuldenstand der Gemeinde Wildeck und seiner Eigenbetriebe im Vorfeld erkundigen. (red/rey)

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