42-Jähriger muss Schaden wieder gutmachen

Für Pfuscharbeit viel Geld kassiert

Bad Hersfeld. In Bebra „sanierte“ er einen angeblich einsturzgefährdeten Schornstein und kassierte für ein paar Zementkleckse auf dem Dach von der betagten Hauseigentümerin 1000 Euro.

In Niederaula verlangte er für Reparaturarbeiten an einem Treppenaufgang 700 Euro, während sein Sohn bei minus neun Grad Außentemperatur den Beton anrührte. Der dadurch misstrauisch gewordene Auftraggeber telefonierte jedoch die Polizei herbei.

Wegen versuchten Betrugs in zwei Fällen musste sich der Pfuscharbeiter, ein 42-Jähriger aus Bad Hersfeld, gestern im Bad Hersfelder Amtsgericht vor Strafrichterin Silvia Reidt verantworten.

Weder sachlich begründet noch fachgerecht ausgeführt seien die vermeintlichen „Notreparaturen“ gewesen, hieß es in der Anklageschrift von Oberamtsanwältin Birgit Steinmüller.

Der wegen einer früheren Verurteilung noch unter Bewährung stehende Angeklagte versuchte jedoch wortreich zu erklären, dass er auch als Ungelernter ordentliche Arbeit abgeliefert hätte, weil er sich „viel abgeschaut“ habe.

Das Gericht fand eine salomonische Lösung: Weil der Hersfelder wegen einem weiteren Betrugsvorwurf im Juni erneut angeklagt ist, wurde das Verfahren gegen die Verpflichtung zur Schadenswiedergutmachung eingestellt. (ks)  zum tage

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