Niederaulaer Narren setzen bei märchenhaftem Karneval auf deftigen Humor

Bis die Ohren schlackern

Augenweide: Der Auftritt der Tänzerinnen von Deja Vu beim Niederaulaer Karneval. Links Sitzungspäsidnet Jörg Keielweit im Schneewittchen-Kostüm. Fotos: Tanja Herko

Niederaula. Getreu dem Motto „Märchenwelt“ haben am Samstag unter anderem Zwerge, Hexen und Schlümpfe aus der Region ausgelassen Karneval im Gemeinschaftszentrum Niederaula gefeiert.

Schneewittchen moderierte, die sieben Zwerge verliehen Medaillen und Max und Moritz von Wilhelm Busch wurde vom Männerballett auf der Bühne völlig neu interpretiert.

Ein großes Thema für die Besucher aus der Märchenwelt waren vor allem Eier. Haben oder nicht haben – das war hier die Frage. „Ich hab‘ auch Eier und wähle kein‘ Bayer“, betonten „Jogi“ Bürgermeister Thomas Rohrbach und „Philipp“ Schenk in „Ein unglaubliches Sommermärchen“ als Anspielung auf den Bürgermeister-Wahlkampf. Uiuiui…auauau.

Aber auch die Kleinen ließen kein Blatt vor dem Mund und schimpften wie die Rohrspatzen, sodass den Zuhörern die Ohren schlackerten. Milan Rohrbach durfte sich an diesem Abend mal so richtig austoben und verschonte dabei so gut wie niemanden. So ist unter anderem das durch Uli Hoeneß gewonnene SPD-Oberwasser für diesen schmerzhafter, als sich im Knast nach der Seife zu bücken.

Ob alle Aufführungen des Abends bei jedem im Publikum gut ankamen, ist fraglich, aber eines ist sicher: Ein Recht auf freie Meinung hat jeder und die Niederaulaer Karnevalisten haben auch an diesem Abend wieder einmal gezeigt, dass sie ihre Kunst beherrschen.

Märchenhafter Karneval in Niederaula

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