Scharfe Kritik an Bürgermeister Klaus Wagner – Partei will Alternativ-Kandidat stellen

Oberaulas SPD will’s wissen

Die Jubilare des SPD Ortsvereins Oberaula: Von links Dr. Edgar Franke (Unterbezirksvorsitzender), Martha Fröhlich (25 Jahre), Johannes Brehm (40 Jahre), Anni Hühn (25 Jahre), Josef Hühn (50 Jahre), Gudrun Korth (25 Jahre), Georg Kniese (50 Jahre), Roland Hühn (Ortsvereinsvorsitzender). Foto: nh

Oberaula. Der SPD-Ortsverein Oberaula hat eine positive Bilanz der Zusammenlegung der früher selbständigen Ortsvereine in der Großgemeinde und über die politische Arbeit der SPD gezogen. Bei insgesamt zurückgehenden Mitgliederzahlen habe die politische Schlagkraft der Partei aufrechterhalten werden können.

Nach Ansicht des Vorsitzenden Roland Hühn konnte sich die SPD in die Oppositionsrolle in der Gemeindevertretung finden und die wichtige Kontrolle der Mehrheitsfraktion und des Bürgermeisters effektiv wahrnehmen. Kritisch wurde von den Mitgliedern angemerkt, dass die öffentliche Wahrnehmung der SPD nicht der aktiven Arbeit in den Gremien entspricht. Künftig wolle man daher die Öffentlichkeitsarbeit verstärken.

Gefordert durch Wahlen

Im kommenden Jahr wird die SPD durch die Kandidatenaufstellung für die Bürgermeisterwahl und die Kommunalwahl in 2016 gefordert sein. Sowohl die Position als Bürgermeister als auch als Gemeindevertreter werde zunehmend unattraktiver und damit die Kandidatensuche schwieriger, zumal auch die Parteien insgesamt immer weniger geschätzt werden.

Die SPD Oberaula wolle daher noch offener für die Mitarbeit von nicht parteigebundenen Personen sein und auch unabhängige Kandidaten, deren politische Richtung von der SPD geteilt wird, unterstützen.

Die Mitglieder der SPD drängten aber darauf, eine Alternative zu Bürgermeister Wagner zu stellen. Wagner habe sich als wenig kooperativ gezeigt, bevormunde die Bürger, sei als ehemaliger CDU Geschäftsführer zu sehr parteigebunden, nehme Vorschläge der SPD nicht konstruktiv auf, sondern nehme sie als Kritik persönlich übel, kritisierte Hühn. Wagner verwalte Oberaula nach Hauptmannsart, statt die Zukunft des Ortes unter Einbindung aller Bewohner zu gestalten. Die daraus resultierende Unzufriedenheit der Bürger müsse man mit einer personellen Alternative bei der Bürgermeisterwahl auffangen.

Die zahlreichen Ehrungen für 25, 40 und 50 jährige Parteimitgliedschaft nahm der Unterbezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Edgar Franke vor, der den Jubilaren für ihre langjährige Treue und Mitarbeit dankte. (red/kai)

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