Bundesgerichtshof: 38-Jähriger muss in Haft

Nutella-Bande: Urteil ist gültig

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Fulda/Niederaula. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Landgerichts Fulda gegen einen Angeklagten im Prozess gegen die sogenannte „Nutella-Bande“ bestätigt.

Das Landgericht Fulda hatte einen 38-Jährigen wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls, Diebstahls in zehn Fällen, unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie unerlaubten Besitzes von Kriegswaffen in Tateinheit mit unerlaubtem Besitz von Waffen und Waffenmunition zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Der zweite Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in dieser Rechtsanwendung keinen Rechtsfehler gesehen und deshalb die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Auch soweit die vier Mitangeklagten zu Freiheitsstrafen verurteilt worden sind, ist das Urteil laut Pressemitteilung des Landgerichts Fulda rechtskräftig.

Die Mitglieder der Diebesbande hatten zwischen Herbst 2012 und Mai 2013 aus geparkten Lastwagen in der Region Güter im Wert von 600 000 Euro gestohlen, darunter 2500 Gläser Nutella. Am 2. Mai 2013 hatte die Polizei in Niederaula vier der Angeklagten auf frischer Tat ertappt, als sie die Nutella-Gläser in einen Kleintransporter umluden, um sie an einen Komplizen zu verkaufen (unsere Zeitung berichtete). (red/jce)

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