Neuer Bundesverkehrswegeplan kommt 2015

Niederaula hält an Ortsumgehung fest

Niederaula. Gegen die Stimmen von Bündnis90/Die Grünen beschlossen die Niederaulaer Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Freitagabend im Hattenbacher Dorfgemeinschaftshaus an einer möglichen Ortsumgehung der Bundesstraße 62 entlang der Eisenbahnschienen festzuhalten.

Grund für die erneute Diskussion über den „Dauerbrenner“ war die Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplanes bis zum Jahr 2015. Man will versuchen die Ortsumgehung dort mit dem Status „Vordringlicher Bedarf“ unterzubringen. Nachdem sich allerdings das Verkehrsaufkommen in den Jahren zwischen 2005 und 2010 auf der B 454 um 34 und auf der B 62 um zehn Prozent verringert hat, schätzen die Niederaulaer die Wahrscheinlichkeit dafür eher als gering ein.

Ein zweiter Grund für die Diskussion des Themas waren geplante Änderungen des Flächennutzungsplanes. Die bisherige Planung sieht eine Anbindung der möglichen Umgehung an die Schlitzer Straße in Höhe der Firma Schlitt vor. Hier plant ein Investor möglicherweise die Errichtung eines Discountmarktes.

FFH-Gebiet ist betroffen

Deshalb muss nun auch geprüft werden, ob eine alternative Verkehrsführung möglich ist. Vorschläge dafür sind vorhanden. Ob man den Flächennutzungsplan entsprechend ändern kann und wie lange man an den Plänen einer möglichen Ortsumgehung noch fest halten will, soll erst entschieden werden, wenn der neue Bundesverkehrswegeplan vorliegt. Bündnis90/Die Grünen stimmten gegen den Beschluss, weil die weitere Trassenführung der Umleitungsstrecke noch sehr problembehaftet ist und unter anderem im Bereich der Fuldawiesen auch ein FFH-Gebiet in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. (lö) Kurz notiert

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