Niederaulas Bürgermeister weist Kritik an Straßenausbaubeiträgen zurück

„Nicht im Taka-Tuka-Land“

Niederaula. Der Niederaulaer Bürgermeister Thomas Rohrbach reagiert in einer Pressemitteilung auf einen Leserbrief des Vereins Bürger für Niederaula. Darin war dem Rathauschef unredliches Agieren vorgeworfen worden.

„Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Unterzeichner des Leserbriefes weiterhin versuchen, die Niederaulaer Bevölkerung zu spalten, und mich in Person als Bürgermeister durch unredliches Agieren wiederholt der Lüge bezichtigen“, schreibt Rohrbach in seiner Pressemitteilung.

Weiter heißt es wörtlich: „Es scheint so, als haben sich diese Herrschaften die Worte von Pipi Langstrumpf auf die Fahnen geschrieben: …wir machen uns die Welt, widdewidde wie sie uns gefällt… Leider geht das in Deutschland nicht ganz so einfach wie im Taka-Tuka-Land, wo unmögliche Dinge für Pipi Langstrumpf eine der leichtesten Übungen waren“.

An Gesetze halten

Die Gemeinde müsse sich auch in Sachen Kanal- und Straßensanierung an Gesetze und Verordnungen halten, betont der Rathauschef. Bei jeder Art von Straßenbeiträgen gebe es immer Härtefälle. Dem Vereinsvorsitzenden Dr. Heinrich Hellwig wirft Rohrbach aber vor, bei dessen selbst errechneten Prognose der Straßenbeiträge für das eigene Grundstück über 50 000 Euro die Grundstücksgröße nicht erwähnt zu haben.

„Mit solchen populistischen Aussagen sollten gezielt die Bürger der Marktgemeinde Niederaula angesprochen, verunsichert und als Mitglieder gewonnen werden“, beklagt Rohrbach. „Ich finde es beschämend wie hier über meine Person, von derart gebildeten Menschen geurteilt wird, da ich lediglich die Gesetzeslage umsetze und nicht nach dem Motto …wir machen uns die Welt, widdewidde wie sie uns gefällt… agieren kann“, so der Rathauschef weiter. Die Belastung an Straßenbeiträgen liege bei durchschnittlich 6000 Euro, verdeutlicht Rohrbach. Hinzu kämen Kanal- und Wasserbeiträge nach der Globalberechnung. Hausanschlüsse würden separat nach Aufwand abgerechnet.

„Jedes Mittel ist recht“

„Auch können im Einzelfall Straßenausbaubeiträge um die 20 000 Euro und darüber liegen. Man muss allerdings die Größe und Nutzung betrachten“, unterstreicht der Bürgermeister.

Um seine Ziele zu verfolgen, scheine dem Verein „wohl jedes Mittel der Verunglimpfung recht zu sein“, so der Bürgermeister abschließend. (jce)

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