Umbau der ehemaligen Klassenräume zum Oberaulaer Sozialzentrum schreitet voran

Neues Leben in der Schule

Bauherr: Die Gemeinde baut die alte Schule in Oberaula zum Sozialzentrum um. Bürgermeister Klaus Wagner zeigt die Baustelle. Er ist optimistisch, dass ab dem Frühjahr Mieter einziehen. Foto: Schittelkopp

Oberaula. Seit den Herbstferien 2009 steht die alte Grundschule in Oberaula leer, seit dem Sommer füllen sich die Räume wieder mit Leben. Die Gemeinde baut die Schulgebäude zu einem Sozialzentrum aus und investiert dort 1,4 Millionen Euro (unsere Zeitung berichtete).

Zuerst wurde der alte Mittelbau abgerissen, im zweiten Abschnitt wird nun das größere Gebäude aus den 1950er Jahren umgebaut. Im Obergeschoss soll das Oberaulaer Hausarzt-Ehepaar einziehen. 200 Quadratmeter wird die Praxis groß. Der Umzug ist für März geplant.

„Wir möchten die Praxis unbedingt im Ort halten“, sagte Bürgermeister Klaus Wagner. Er wünscht sich, dass ein Nachfolger aufgebaut wird, der die Praxis weiterführt. So soll die ärztliche Versorgung gesichert werden.

Gebäude barrierefrei

Das gesamte Gebäude soll barrierefrei gestaltet werden. Ein Aufzug verbindet die Geschosse. In das Souterrain zieht eine Physiotherapiepraxis ein. Außerdem soll eine Begegnungsstätte entstehen. In Oberaula gründet sich gerade ein Nachbarschaftsverein, der von dort aus seine Hilfe anbietet. „Das ist meine Vision“, sagt der Bürgermeister. Auch stellt er sich vor, dass Kindergartengruppen dort zum Vorlesen auf Senioren treffen, und dass Beratungen wie beispielsweise der Arbeiterwohlfahrt angeboten werden.

Auch energetisch wird der Nachkriegsbau auf Vordermann gebracht, eine Pelletheizung sorgt für Wärme in beiden Gebäuden.

Im zweiten Gebäude der alten Grundschule, dem Vorkriegsbau, wird dem demografischen Wandel Rechnung getragen. Dort entstehen Apartments für betreutes Wohnen. Die vier ehemaligen Klassenzimmer werden zu acht Wohneinheiten umgebaut. Der hohe Dachstuhl wird abgetragen und mit einem Geschoss aufgestockt. Im Erdgeschoss entsteht eine Tagespflegestation, Betreiber wird ein örtlicher Pflegedienst.

Die Mietverträge sind laut Wagner bereits geschlossen. Als Vermieter tritt die Gemeinde auf. Die Mieteinnahmen sollen zur Refinanzierung der Bauarbeiten innerhalb von 20 Jahren beitragen. Über Zuschüsse und Darlehen finanziert Oberaula das Sozialzentrum.

Von Claudia Schittelkopp

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