Gaststätte im Kerspenhäuser Bürgerzentrum hat nach Leerstand neue Betreiber

Neues Leben im Dorfkrug

Rücken die Stühle für die Biergarten-Saison zurecht: Jennifer (links) und Corina Schmidt, die neuen Betreiber des Dorfkrugs in Kerspenhausen. Foto: Eisenberg

Kerspenhausen. Für den Kerspenhäuser Dorfkrug hat Corina Schmidt sogar ihre Festanstellung bei einem Paketdienstleister aufgegeben. „So ein Projekt muss man mit Herzblut angehen“, ist sich die Gastronomin sicher.

Gemeinsam mit ihrer Tochter Jennifer und Projektentwickler Matthias Brandau hat die 47-Jährige gelernte Kauffrau die Gaststätte im Herzen des zweitgrößten Niederaulaer Ortsteils wieder in Betrieb genommen. Seit Oktober stand der Gastronomietrakt des gemeindeeigenen Bürgerzentrums leer.

Konzept erstellt

Die neuen Betreiber kommen aus dem Nachbarort Mengshausen. Im Vorbeifahren habe sie es immer bedauert, dass ein solch ideales Objekt leerstehe, berichtet Corina Schmidt. Im Januar seien die Planungen konkreter geworden, wurde mit der Gemeinde als Verpächter verhandelt, ein Konzept erstellt und Einrichtung für den Gastraum beschafft.

„Wir wollten, dass sich erstmal die Abläufe einspielen“, erklärt Jennifer Schmidt, warum zur Eröffnung in der vergangenen Woche noch nicht im großen Stil die Werbetrommel gerührt wurde. Im Alltagsbetrieb ist die 27-Jährige für den Service im Gastraum zuständig, während Corina Schmidt die Speisen zubereitet. Beide haben bereits in der Gastronomie gearbeitet, die Mutter in Bad Hersfeld, die Tochter in Schlitz. Matthias Brandau unterstützt vor allem im Hintergrund. „Er kann im Gegensatz zu uns vieles eher aus der Sicht des Gastes beurteilen“, betont Jennifer Schmidt. „Überwiegend deutsche Küche mit bayerischem Einschlag“ wollen die neuen Betreiber im Dorfkrug anbieten, dazu einen Biergarten im bayerischen Stil, sonntags Kaffe und Kuchen sowie einen Lieferservice für Veranstaltungen außer Haus. Das Bier kommt aus der bayerischen Rhön, die Schnäpse aus Schlitz und auch ansonsten wollen die neuen Dorfkrug-Wirte auf Qualität und Anbieter aus der Region setzen. Für größere Gesellschaften steht der Saal des angrenzenden Bürgerzentrums zur Verfügung, auch eine Kegelbahn gehört zum Ensemble.

Einheimische und Ausflügler

Jennifer und Corina Schmidt hoffen auf Gäste aus Kerspenhausen und der umliegenden Orte ebenso wie auf Rad- und Motorradfahrer oder Sonntagsausflügler aus der nahen Kreisstadt. Die Resonanz der Kerspenhäuser sei bisher gut, berichtet Corina Schmidt. Dem Vernehmen nach hatte zwischen dem letzten Pächter und den Ortsbewohnern die Chemie nicht mehr gestimmt, sollen sogar Unterschriftenlisten im Umlauf gewesen sein.

Kommentieren wollen die neuen Betreiber die Vorgänge vor ihrer Zeit im Dorfkrug nicht, freuen sich vielmehr auf die bevorstehende Biergartensaison. Geöffnet hat der Dorfkrug unter der Woche außer montags am Abend, sowie samstags und sonntags ab 11.30 Uhr.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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