Verwaltungsgebäude der Gemeinde Breitenbach wird derzeit energetisch saniert

Neues Dach fürs Rathaus

Eingerüstet: (vorne, von links) Hauptamtsleiter Holger Noll und Bürgermeister Volker Jaritz begutachten den Baufortschritt am Rathaus. Auf dem Gerüst stehen (von links) die Bauhofmitarbeiter Daniel Neusel, Wilfried Bornschier und Michael Hess. Foto: Eisenberg

Breitenbach/H. Das Dach ist bereits neu gedeckt, derzeit sorgen die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs noch für einen frischen Anstrich. Die energetische Sanierung der Breitenbacher Gemeindeverwaltung ist fast abgeschlossen.

Ziel der Bauarbeiten sei es, den Energieverbrauch des Gebäudes weiter zu senken, erklärt Bürgermeister Volker Jaritz. Schon im Jahr 2000, kurz nach der Übernahme des einstigen Fabrikgebäudes durch die Gemeinde, waren Thermofenster eingebaut und Wärmedämmung auf die Wände aufgebracht worden. An Dach und Deckenisolierung wurde damals allerdings nicht gearbeitet. Weil die Deckenisolierung aus Mineralwolle in sich zusammengefallen war, hatte es laut Jaritz massive Wärmeverluste gegeben.

Glasbausteine ausgetauscht

Im Mai hatten die Gemeindevertreter deshalb die energetische Sanierung auf den Weg gedacht. Neben der Erneuerung von Dach und Dämmung gehört dazu auch der Austausch der Glasbausteine im Treppenhaus gegen Thermofenster sowie die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik. Dass für die Arbeiten ein Gerüst aufgestellt werden musste, habe man genutzt, um schadhafte Stellen im Putz auszubessern und dem Bauwerk einen frischen Anstrich zu verpassen, erklärt der Bürgermeister. Rund 50 000 Euro wird die energetische Sanierung voraussichtlich kosten. 40 Prozent der Investitionssumme werden über ein Förderprogramm vom Land Hessen übernommen.

Anfang kommenden Jahres soll auf dem Dach außerdem eine Photovoltaikanlage installiert werden. Die soll künftig 75 Prozent der im Gebäude verbrauchten Energie selbst erzeugen. Außerdem möchte Bürgermeister Volker Jaritz im kommenden Jahr die Neugestaltung des Außengeländes in Angriff nehmen.

Auf dem Gelände der heutigen Gemeindeverwaltung befand sich ursprünglich ein Sägewerk. Später war dort die Breitenbacher Wirkwarenfabrik zu Hause. Nach der Schließung der Näherei hatte das Anwesen länger leer gestanden, bevor es schließlich von der Gemeinde übernommen wurde. Neben der Verwaltung sind dort heute auch eine Zahnarzt- und eine Massagepraxis untergebracht.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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