Stelle in Kirchheim soll reduziert werden – Kooperation mit Nachbarn angestrebt

Neuer Jugendpfleger gesucht

Kirchheim. Seit Monatsbeginn gibt es in der Gemeinde Kirchheim keinen hauptamtlichen Ortsjugendpfleger mehr – allerdings nur vorübergehend.

Die bisherige Ortsjugendpflegerin Andrea Ide, die seit September 2005 im Amt ist, tritt eine Leiterinnenstelle in einem Hort in Bad Hersfeld an. In den kommenden Wochen soll ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gesucht werden. Die Jugendarbeit in Kirchheim wird allerdings nur noch mit einer halben statt wie bisher mit einer ganzen Stelle ausgeschrieben. Dafür haben sich sowohl die evangelische Kirchengemeinde als auch der Gemeindevorstand der politischen Gemeinde ausgesprochen. Die Zustimmung der Kirchheimer Gemeindevertretung steht noch aus.

Grund für die Kürzung ist, dass die Kirchengemeinde die Ausgaben für die Jugendarbeit im bisherigen Maße nicht mehr schultern kann, wie Pfarrerin Melanie Hetzer bestätigt. Zumindest mit einer halben Stelle, betont die Pfarrerin, solle das Angebot trotz knapper Kassen jedoch weitergeführt werden. Im Jahr 1996 hatten die Kirchheimer Gemeindevertretung und die Kirchengemeinde den Vertrag über die Einrichtung einer gemeinsamen Jugendpflege geschlossen.

Die Kosten dafür würden zu 55 Prozent von der Gemeinde und zu 45 Prozent von der Kirche getragen, berichtet Bürgermeister Manfred Koch. Neben den Angeboten im Jugendzentrum im alten Schwimmbadcafé gehörten in den vergangenen Jahren konfirmandenbezogene Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit zu den Aufgaben des Ortsjugendpflegers. Über Bundesfreiwilligendienstleistende seien die Kinderveranstaltungen auch während der Vakanzzeit gesichert, berichtet die Pfarrerin.

In den Sommerferien seien die Kinder- und Jugendprogramme des Kirchenkreises, etwa in den Nachbargemeinden, auch für den Kirchheimer Nachwuchs offen.

Um langfristig ein attraktives Angebot aufrecht erhalten zu können, streben Bürgermeister Manfred Koch und Pfarrerin Melanie Hetzer langfristig bei der Jugendarbeit eine Kooperation mit den Nachbargemeinden an.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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