32 technische Hilfeleistungen für Niederaulas Feuerwehren im vergangenen Jahr

Mehr Unfälle als Brände

Ehrungen und Beförderungen bei der Niederaulaer Feuerwehr: Unser Bild zeigt (von links) den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Mike Völker, Gemeindejugendwart Roland Pfaff, den Kreisbeigeordneten Heinz Schlegel, Sandra Becker (Niederjossa), Kreisjugendwart Bernd Spoelstra, Bürgermeister Thomas Rohrbach, Ann-Christin Riebold (Mengshausen), Gemeindebrandinspektor Matthias Schenk und Kreisbrandmeister Udo Mohr (von links). Foto: Feuerwehr Niederaula

Niederjossa. Die Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde Niederaula wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt 47 Einsätzen gerufen. Erneut machten 32 technische Hilfeleistungen die Vielzahl der Einsätze aus, darunter zehn Verkehrsunfälle sowie zwei Gefahrgut- und neun Öleinsätze. Brandeinsätze waren es nur acht – neben sieben Fehlalarmen. Das teilte Gemeindebrandinspektor Matthias Schenk bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Feuerwehren in Niederjossa mit.

Zu Einsätzen auf den umliegenden Autobahnen wurde die Feuerwehr Niederaula sechs Mal alarmiert. Im Vergleich zu den Vorjahren sank die Zahl der Alarmierungen, begründet dadurch, dass es kaum Unwettereinsätze gab. Insgesamt 183 Feuerwehrfrauen (13) und -männer sind aktiv, 68 können als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden. Der Alters- und Ehrenabteilung gehören 108 und den Feuerwehrvereinen weitere 296 fördernde Mitglieder an.

Digital-Schulung

In seinem Bericht ging Matthias Schenk auch auf die hohe Zahl der absolvierten Ausbildungen ein. 84 Aktive haben die verschiedenen Lehrgänge besucht – eine Vielzahl natürlich die Digital-Umschulung. Dies erkläre auch den neuen Ausbildungsrekord.

Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach dankte alle Aktiven für ihren Dienst am Nächsten. Als wesentliche Projekte nannte er die Zusammenlegung der Einsatzabteilungen der Feuerwehren Mengshausen und Solms, die vom Land mit 30 000 Euro gefördert wurde. Im Ortsteil Niederjossa sollen die Arbeiten für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Kürze angegangen werden. Kurz vor der Kommunalwahl hatte Hessens Innenminister Peter Beuth bei einem Besuch die Zusage der Fördermittel für die Feuerwehrgerätehäuser in Rotenburg und Niederjossa gegeben.

Weniger Verständnis zeigte Rohrbach für die Entscheidung des Landes, die geplante sofortige Neubeschaffung durch den Ringtausch des LF 8/6 nach Niederjossa zu ersetzen. Die Grüße des Kreises überbrachte der Rotenburger Kreisbeigeordnete Heinz Schlegel, der den Dank des Landkreises für die Einsatzbereitschaft der schlagkräftigen Feuerwehren in der Marktgemeinde Niederaula aussprach. Er lobte auch die Nachwuchsarbeit.

Pflichtaufgabe der Kommune

Kurze und knackige Grußworte sprach Thomas Daube, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Einige Neuigkeiten aus den Bereichen der Kreisfeuerwehr sowie den zuständigen Behörden und dem Ministerium brachte Kreisbrandmeister Udo Mohr mit. Kritik übte er an den Aussagen des Landesrechnungshofes, nach denen die Kommunen zu viel Geld für ihre Feuerwehren ausgeben. Der Brandschutz sei schließlich eine Pflichtaufgabe der Kommunen, betonte Mohr. (red)

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