Museumsscheune in Kirchheim feiert bei strahlendem Sonnenschein ihr 25-jähriges Bestehen

Märchenhaftes Jubiläum

Sonne pur, angenehme Temperaturen, ein aufregendes und spektakuläres Programm und das einzigartige Ambiente lockten am Sonntag viele hundert Gäste zum 25-jährigen Bestehen in die Gärten rund um die Scheune an der Aula in Kirchheim. Foto: Löwenberger

Kirchheim. „Als Petrus sah, dass das Jubiläumsfest seinen Anfang genommen hatte, schob er die letzten Wolken beiseite und ließ die strahlende Sonne von einem makellos blauen Himmel das Festgelände in gleißendes Licht und angenehme Wärme tauchen.“ So könnte das Märchen zum 25-jährigen Jubiläum der Scheune an der Aula in Kirchheim am Sonntag beginnen.

Legendär gutes Wetter

Tatsächlich ist es fast schon legendär, wann immer an der Scheune gefeiert wird oder wurde – ob Ostermarkt im Frühjahr, Oldtimer-Treffen im Sommer oder Apfel- und Kartoffelfest im Herbst – nahezu immer spielte das Wetter mit.

Zum Besuch des Jubiläums lockte aber nicht nur der Sonnengott, sondern besonders auch ein wahrlich umfangreiches und sehr interessantes Programm. Die Mischung aus Ausstellungen und Vorführungen von Gebrauchsgegenständen und handwerklichen Fertigkeiten aus den Zeiten unser Uromas und Opas bot fast mehr, als an einem einzigen Tag zu verkraften war.

Das Motto „Ländliches Handwerk – die letzten ihrer Zunft“ unter das der Wiedererbauer und jahrelange Betreiber der Museumsscheune Berthold Schmidt den Jubiläumstag gestellt hatte, war intensiv mit Leben erfüllt.

Vom Butterschlagen bis zum Wäschewaschen, dem altertümlichen Bleichen oder Wollefärben, vom Eisenschmieden bis zum Hufebeschlagen, vom Drechseln bis zur Intarsienarbeit, vom Pumpenbauen bis zum Kerzenziehen, vom Rechenmachen bis zum Schweineschlachten und noch etlichen anderen althergebrachten handwerklichen Künsten konnten sich die vielen hundert Besucher in den Bann ziehen lassen.

Dazu gab es Süßes, wie Kuchen oder Crêpes, Deftiges wie Bratwurst oder Steak, und Kaffee, Limo, Saft oder Weizen und Pils. Die Blasmusik Kirchheim spielte dazu auf und unter großen Linden oder duftenden Obstbäumen fanden sich allenthalben auf dem aufregend-idyllischen Scheunengelände gemütliche, zum Plauschen einladende Sitzplätze.

Und auch das Rotkäppchen war gekommen, schlenderte durch die Reihen und erzählte hier und da vom Besuch bei seiner Oma, vom Blumenpflücken im tiefen Wald und von der aufregenden Begegnung mit dem bösen Wolf – ein märchenhaftes Fest halt.

Von Bernd Löwenberger

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