Lust auf Lesen machen

Literarisches Bistro stellte interessante Werke vor

Entdeckungen: Beim Litearischen Bistro in der Niederaulaer Gemeindebücherei ging es um Entdecker und ihr Leben, aber ganz einfach auch darum, beim Publikum Lust auf neue Bücher zu wecken. Foto: Miehe.

Niederaula. Unter dem Thema „Entdeckungen“ stand das zwölfte literarischen Bistro in der Gemeindebücherei Niederaula. Fünf Vortragende führten die gut zwei Dutzend Zuhörer jeweils an ein Buch, das die Thematik zum Inhalt hatte, heran.

Als Erstes stellte Herta Trebing Stefan Zweigs „Magellan – Der Mann und seine Tat“ vor. Auf sehr ansprechend anschauliche Weise führte sie an das bedeutende von Zweig bewegend geschilderte Lebenswerk des portugiesischen Seefahrers heran, der im 16. Jahrhundert den westlichen Seeweg zu den Gewürzinseln eröffnet und letztlich als Erster die Erde umrundet hatte.

Barbara Wagner offerierte dann die 1956 von Fritz Steuben geschriebene „Mississippi-Saga“, die von dem im 17. Jahrhundert lebenden französischen Entdecker La Salle handelt. Dr. Irmentraud Wich-Knoten regte anschließend an, das Buch „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann zu lesen; zählt dieses Werk doch zu der hochkarätigen Literatur und wurde bereits in 48 Sprachen übersetzt.

Claudia Modenbach empfahl auf zum Teil humoristische Weise Rasso Knollers Buch „Leserreise Papua Neuguinea – im Land der dunklen Geister“ – für eine Reise dorthin konnte sie aber aufgrund der Schilderungen nicht bedenkenlos sprechen. Als Letzte referierte Katharina Schaake über die Forschungen des Chemikers Justus von Liebig, der mit seinen Erkenntnissen zur Agrarchemie die landwirtschaftlichen Ernteerträge erheblich verbesserte und so zum Wohl der Menschheit beitrug.

Die einzelnen Buchvorstellungen wurden von den Herzberglerchen unter Leitung von Karin Schenk mit Liedvorträgen, die die Anwesenden in verschiedene Länder Europas führten, umrahmt. Das Angebot von Tee, anderen Getränken und Naschereien gab der Veranstaltung den ihr eigenen Bistro-Charakter.

Die Literatur-Vorstellungen betrachtet man als Ergänzung zu der eingehenden Beratung bei der wöchentlichen Ausleihzeit. Bemühen sich doch neben Karin Schenk, die seit 1987 die Gemeindebücherei leitet, auch noch Stefanie Schäfer und Herta Trebing um eine gute Hilfestellung bei der Auswahl der Bücher. Nur so lässt sich erklären, dass in Niederaula jährlich etwa 1200 Bücher ausgeliehen werden.

Darüber hinaus hat sich hier seit Jahren eigens ein Lesekreis formiert, der sich alle vier Wochen trifft und dann zusammen von allen zuvor gelesene Bücher bespricht – allein in diesem engeren Kreis tauschte man sich schon über 63 Bücher aus. So strahlen die umfangreichen Aktivitäten, die von Karin Schenk und ihrem ehrenamtlichen Team ausgehen, in recht positiver Weise auf das Leseverhalten in der Gemeinde aus.

Von Brunhilde Miehe

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