Bürgermeister fordert Absatzsicherung und Blitzer

Lkw-Unfälle: Koch lädt Minister ein

Leben mit der Autobahn in Kirchheim: Vorne die beim LKW-Unfall beschädigte Leitplanke, im Hintergrund die Schulstraße. Foto: nh

Kirchheim. Nach dem schweren Lkw-Unfall am Kirchheimer Dreieck vom 31. Mai hat Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch (SPD) jetzt erneut einen Brief an den hessischen Verkehrsminister Florian Rentsch geschrieben, in dem er eine Absturzsicherung sowie eine Geschwindigkeitserfassung auf der Autobahn in der Ortslage von Kirchheim fordert. Eine Kopie des Schreibens ging unter anderem an den hessischen Innenminister Boris Rhein.

Koch sorgt sich dabei insbesondere um die Sicherheit der Kinder, die auf dem Weg zur Grundschule den Tunnel unter der Autobahn passieren müssen. In seinem Schreiben kritisiert Koch die Stellungnahme des Ministers, nach der das Kirchheimer Dreieck rein statistisch kein Unfallschwerpunkt sei.

„Kindern einen sicheren Schulweg und den Einwohnern der Gemeinde ein sicheres Umfeld neben der Autobahn aufgrund von Statistiken zu verweigern, ist aus meiner Sicht einfach fragwürdig“, schreibt Koch. „Da ich aufgrund des letzten Teils Ihrer Antwort (...) davon ausgehen muss, dass Sie die Örtlichkeit nicht kennen, lade ich Sie gerne ein, um die Situation gemeinsam in Augenschein zu nehmen, heißt es in dem Schreiben weiter. „Bitte bedenken Sie, dass weder mein Bekenntnis (ich habe immer davor gewarnt) noch Ihre Argumente – die Statistik hat etwas anderes ausgesagt – das Leben eines Menschen ersetzen kann“, schließt Koch sein Schreiben.

Schutz der Anrainer

Der Verwaltungschef fordert bereits seit längerem einen Schutz der Autobahnanrainer vor Unfällen auf der Autobahn. Am Kirchheimer Dreieck ereigneten sich in der Vergangenheit mehrere schwere Lkw-Unfälle. Im Dezember 2011 etwa war das abgerissene Fahrerhaus eines Lastwagens 15 Meter tief die Böschung der Autobahn hinunter gestürzt. Erst auf dem Gehweg an der Kirchheimer Schulstraße blieb es liegen. (jce)

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