Halloween mal anders: Kinder aus Oberaula schnitzen Männchen aus Futterrüben

Leuchtende Rübenfratzen

Es muss nicht immer Kürbis sein: Auch aus Futterrüben kann man schöne, beleuchtete Grusellampen basteln. Diese drei Kinder aus Oberaula haben den Bogen raus. Fotos: Löwenberger

Oberaula. Auch wenn heute alle Welt Halloween zu feiern scheint – in Oberaula wurden am Wochenende keine Kürbisköpfe sondern Rübenmännchen geschnitzt. „Dieser alte Brauch sollte nicht ganz in Vergessenheit geraten“, sagte Renate Willhardt, die Vorsitzende der Volkstanz- und Trachtengruppe, die zu der kleinen Veranstaltung auf dem Marktplatz eingeladen hatte.

Zahlreiche Kinder durften sich aus dem Haufen der bereitgestellten Futterrüben ihr Lieblingsexemplar aussuchen, und dann konnte es auch schon los gehen. Zuerst wurde mit einem großen Messer ein Deckel am oberen Rübenende abgeschnitten, und dann galt es mit Messern, Löffeln und anderen geeigneten Werkzeugen die Rüben auszuhöhlen. War das geschafft, kam der eigentlich kreative Teil der Arbeit. Kunstvoll wurden Löcher als Augen, Nase und Mund in die Rinde geschnitten, dann noch ein Windlicht hinein und schon konnten die gruselig-schönen Rübenfratzen auf dem Marktplatz verteilt werden.

Damit Schnitzer, Helfer, Betreuer und Zuschauer nicht frieren mussten, brannte mitten auf dem Marktplatz ein Feuer und die „Äwel-Leute“ – ein lockerer Zusammenschluss Oberaulaer Frauen, die sich alljährlich zur Adventszeit um den Oberaulaer Nachwuchs kümmern – bot Glühwein, Kinderpunsch und Grillwürstchen an.

Von Bernd Löwenberger

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