Leitplanke bewahrte Audifahrer vor Absturz

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Großenmoor. Lebensretter Leitplanke" lautet die Bilanz der Autobahnpolizei Petersberg beim Blick auf einen schweren Verkehrsunfall am Donnerstagabend auf einer 50 Meter hohen Brücke der A7.

Verursacht wurde der Unfall durch den Fahrer eines Audi A6, der auf dem Mittelfahrstreifen Richtung Süden fuhr. Mitten auf der Talbrücke Großenmoor scherte er zum Überholen aus, wobei er einen 5er BMW auf dem linken Fahrstreifen übersah. Durch die seitliche Berührung geriet der Audi ins Schleudern und stieß mit voller Wucht gegen die rechte Leitplanke samt Brückengeländer. Von dort wurde der Audi abgewiesen, touchierte noch einen VW-Transporter und blieb völlig demoliert quer auf der Fahrbahn liegen.

Der 54-jährige Audifahrer aus Haßfurt erlitt leichte Verletzungen, die ambulant im Krankenhaus Hünfeld behandelt wurden. Der 45-jährige BMW-Fahrer aus Waigolshausen sowie der 54-jährige VW-Fahrer aus Giengen blieben unverletzt.

Der Blick über das Brückengeländer ließ das Glück des Audifahrers erahnen, der durch die massiven Schutzvorrichtungen vor dem Sturz in die Tiefe bewahrt wurde. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen und den Schutzvorrichtungen wird auf 65 000 Euro geschätzt. Die Autobahn war für fast zwei Stunden voll gesperrt. Die Autobahnmeisterei war für weitere zwei Stunden mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Als sich der Stau allmählich auflöste, ereignete sich in der Folge ein weiterer Verkehrsunfall. Da der rechte Fahrstreifen noch gesperrt war, musste ein 51jähriger BMW-Fahrer aus Gedern von diesem auf den Mittelfahrstreifen wechseln. Hierbei kam es zum Streifkontakt mit einem bulgarischen Sattelzug. Der Gesamtschaden wird auf 3300 Euro geschätzt. (red)

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