Dorfabend mit Festkommers und Showprogramm zum Auftakt des 700-jährigen Dorfjubiläums

Das Leben tobt in Hatterode

Gut besucht: Zahlreiche Einwohner von Hatterode sowie der umliegenden Gemeinden verfolgten im Festzelt den Dorfabend mit „Muhsical“. Für die Männer in Frauenkleidern gab es reichlich Applaus. Fotos: Eisenberg

Hatterode. Breitenbachs Bürgermeister Volker Jaritz kann es durchaus mit dem Münchner Rathauschef aufnehmen: Nur zwei gezielte Schläge mit dem Gummihammer benötigte er am Donnerstagabend im gut gefüllten Festzelt in Hatterode, um das Bierfass anzustechen – und damit das Festwochenende zum 700. Geburtstag des Dörfchens im Jossatal offiziell einzuläuten.

„In München heißt es ,ozapft is‘, bei uns ,die Brüh läuft‘“, kommentierte der Vorsitzende des Jubiläumsvereins, Björn Jarnich, der gemeinsam mit Daniela Burkhardt in der Rolle der Mundart-Originale Doschte Hans und Doschte Waltraud durch das Programm des Dorfabends führte. Vor den spitzen Zungen des Moderatorenpaares waren beim vorausgehenden, angenehm kurzen, Festkommers bereits die Festredner nicht sicher gewesen.

Glückwünsche überbrachten Bürgermeister Volker Jaritz („Der Klappi redet wieder länger“), der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich („Der kommt immer mit kurzer Hose und Kappe zu unserem Wandertag“), der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke („Ob er wieder ne Stracke dabei hat“ – er hatte) und Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach („Der verkauft doch in Auwel auf dem Sportplatz immer Bier“) stellvertretend für die Nachbargemeinden. Und für den Werdegang von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt spielt Hatterode laut der Moderatoren eine entscheidende Rolle: Habe doch hier einer seiner ersten und jetzt der wohl letzte öffentliche Auftritt im Amt in Hatteorde stattgefunden.

Geburtstagsgeschenke

Ortsvorsteherin Doris Heiderich musste gleich mehrfach auf die Bühne, um Geburtstagsgeschenke für den Ort entgegenzunehmen. Neben gefüllten Briefumschlägen waren das auch Einladungen für den Festausschuss nach Berlin und Wiesbaden. Und die Macher der Dorfchronik überreichten eine Kopie der Gründungsurkunde aus dem Jahre 1315, die künftig das Gemeindehaus zieren soll.

Eine entscheidende Rolle spielten die Moderatoren Doschte Hans und Doschte Waltraud auch beim anschließenden Showprogrammm, das unter dem Motto „Hatterode – das Muhsical“ stand. Eingebettet in die turbulente Partnersuche für den schnapsbrennenden Karduffel-Kall präsentierten die Bühnenakteure eine Mischung aus Theater, Filmsequenzen, Tanz und Parodie. Natürlich erklang dabei auch die Hymne zum Dorfjubiläum von Michael Sprenger: „Von der Wiege bis zum Tode, das Leben tobt in Hatterode.“

Getreu dieses Mottos feiern die Einwohner weiter: Gestern war die HR3-Discoparty zu Gast, am heutigen Samstag steigt ab 21 Uhr die Wiesn-Gaudi im Festzelt und am Sonntag beginnt um 10.30 Uhr der stehende Festzug.

Von Jan-Christoph Eisenberg

700 Jahre Hatterode: Dorfabend im Festzelt

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