Der gebürtige Olberöder Johannes Diebel wird heute 100 Jahre – Mit seiner Frau lebt er zu Hause

Ein Leben in Fleiß und Sparsamkeit

Johannes Diebel

Olberode. 100 Jahre alt wird am heutigen Montag Johannes Diebel aus Olberode.

Diebel kam am 2. September 1913 als ältester Sohn von sieben Kindern in Olberode auf die Welt. In seinem Geburtsort wuchs er auf und besuchte die Schule.

Schwere Arbeit kannte er von Anfang an: Als Kind und Jugendlicher bewirtschaftete er gemeinsam mit dem jüngeren Bruder und der Mutter den kleinen landwirtschaftlichen Betrieb. Sein Vater war schwerbeschädigter Kriegsversehrter und konnte die Arbeiten nicht verrichten.

Erlernt hat Johannes Diebel dann den Beruf des Gärtners, und zwar in Mühlhausen/Thüringen. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges arbeitete er in seinem Beruf, dann wurde er Soldat. Den Krieg überstand er unversehrt.

Seine Ehefrau Margarete geb. Herbert aus Frankfurt lernte Johannes Diebel bei Besuchen der Großeltern und Cousinen in Schorbach und Olberode kennen. Am 23. Dezember 1939, während eines Fronturlaubs, heirateten die beiden in Oberaula.

Im Dezember 1941 wurde der erste Sohn Karl geboren und wuchs, wie fast alle Kinder in dieser Zeit, ohne den Vater zu kennen bei der Mutter und den Großeltern auf.

Nach Kriegsende war das große Ziel der Eheleute, sich ein Eigenheim zu bauen und eine Existenz zu gründen. Im Januar 1949 wurde der zweite Sohn Helmuth geboren, der ebenfalls in Olberode aufwuchs.

Mit viel Fleiß und größter Sparsamkeit, so der Bericht der Familie, wurde 1963 der Lebenstraum der Eheleute Wirklichkeit, nämlich der Einzug ins neu geschaffene Eigenheim.

Nach dem Wechsel in den Rentenstand 1976 unternahmen die Eheleute viele Reisen und widmeten sich dem Erhalt ihrer Gesundheit mit Kururlauben und mit den Hobbys wie Gemüsegärtnerei, Angeln und Imkerei.

1974 und 1979 wurden die Enkelkinder Achim und Simone geboren, am 7. Dezember 1977 war dann der schwärzeste Tag der Familie, Sohn Karl erlitt einen tödlichen Verkehrsunfall. Das konnte das Ehepaar Diebel nie ganz überwinden.

Vor vier Jahren feierten die beiden ihre Gnaden-Hochzeit, und sie freuten sich über die Urenkelkinder Luisa und Emanuel, die 2006 und 2011 geboren wurden.

Ehefrau auch bald 100

„In großer Dankbarkeit und Zufriedenheit leben die Eheleute durch die Unterstützung der Ambulantenpflege der Schwestern von St. Martin im Haushalt und in der persönlichen Pflege bis zum heutigen Tag in ihrer gewohnten Umgebung“, schließt der Bericht der Familie. Im Oktober möchte dann Margarete Diebel ihren 100. Geburtstag begehen. (aqu) Foto: privat

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