Christdemokraten kritisieren Pläne der Gemeinde

CDU Niederaula will langfristige Lösung für Kindergarten

+
Mirko Siewert

Niederaula. Die CDU Niederaula kritisiert die Pläne der Gemeinde für den Kindergarten in Niederaula und schlägt eine andere Lösung vor.

Der Kindergarten teilt sich bislang auf drei Standorte auf – einer befindet sich in Niederjossa, zwei sind in der Kerngemeinde am Kirchweg und an der Schlitzerstraße. Die Gemeindediakonie, die ihren Stützpunkt in einem Teil des Kindergartengebäudes im Kirchweg hat, suche nun eine Lösung, um ihre räumlichen Kapazitäten zu erweitern. Die Gemeinde überlege daher, die beiden Kindergartengruppen im Kirchweg in anderen Räumen unterzubringen. Bisher würden vorrangig zwei Möglichkeiten diskutiert: Für eine der beiden Gruppen soll ein Gebäude neben der Kirche in Kerspenhausen genutzt werden. Für die zweite Gruppe sieht die Gemeinde einen Anbau am Neubau an der Schlitzerstraße vor.

Die CDU Niederaula hält beide Varianten für nicht zukunftsfähig. Mehrere Gründe sprächen für einen anderen Lösungsansatz, teilt der Gemeindeverbandsvorsitzende Mirko Siewert mit. Niederaula habe gegen den allgemeinen Trend einen anhaltenden Geburtenzuwachs zu verzeichnen. Deshalb müssten ausreichend Kindergartenplätze geschaffen werden. Die Errichtung eines Standortes in einem dritten Ortsteil (zum Beispiel Kerspenhausen) stellt die Kindergarten-Leitung aus Sicht der CDU vor organisatorische und logistische Probleme. Wenn in Kerspenhausen Kinder länger als bis zum Mittag im Kindergarten blieben, müsste für diese ein täglicher Transport zur Nachmittagsbetreuung in die Kerngemeinde organisiert werden. Ein Anbau in der Schlitzerstraße würde bedeuten, dass noch mehr Kinder das vorhandene Freigelände nutzen würden. Schon jetzt seien an der Schlitzer Straße vier Kindergartengruppen und drei Krippenkindergruppen mit circa 130 Kindern untergebracht. Eine kompetente Betreuung wäre nicht mehr möglich.

„Wir machen uns für eine Lösung stark, welche die räumliche Nähe des alten und des neuen Niederaulaer Kindergartens enthält“, so Siewert. „Entweder auf dem bisherigen Standort im Kirchweg oder einem gleichwertigen Standort in der Kerngemeinde.“ Zusätzlich sollte man die Möglichkeit überprüfen, mit einem Neubau des Kindergartens Räume zu schaffen, um eine Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder anbieten zu können, so die CDU. (red/nm)

Kommentare