Der Kreis schließt sich

Katharina Schaake hat ihr zweites Buch veröffentlicht

Erinnerungen an früher: Katharina Schaake aus Breitenbach/H. hat ihr zweites Buch über das Landleben vergangener Jahrzehnte geschrieben. Foto: Eisenberg

Breitenbach/H. Mit der Veröffentlichung ihres zweiten Buches schließt sich für Katharina Schaake gewissermaßen der Kreis. Denn die Geschichten und Anekdoten über das Landleben früherer Jahrzehnte, die jetzt unter dem Titel „Im Märzen der Bauer...“ erschienen sind, knüpfen genau dort an, wo das erste Buch der Breitenbacherin endete.

Ihre „Weihnachtsgeschichten aus Nordhessen“ aus dem vergangenen Jahr umfassten den Zeitraum von November bis ins Frühjahr – und waren offenbar so erfolgreich, dass der Gudensberger Wartberg-Verlag nach einer Fortsetzung gefragt habe. Auch für ihr zweites Werk konnte die Landfrau auf einen Grundstock von Texten zurückgreifen, die sie seit Ende der 1990er Jahre für die Damals-Reihe im Gemeindebrief verfasst hat. Diese wurden um weitere Anekdoten und Begebenheiten ergänzt.

Fahrende Händler

Angefangen vom Säen über das Osterfest, durchziehende Händler mit Pferd und Wagen, die große Wäsche, Heu- und Getreideernte bis hin zur Konservierung des Obstes in Form von Mus schildert die Breitenbacherin, was das Leben und Arbeiten auf dem Land in den Kriegs- und Nachkriegsjahrzehnten ausmachte. Schaake ruft den Einmarsch der Amerikaner ins Gedächtnis, erinnert sich an Wandertage und Schulausflüge und zeigt auf, wie der technische Fortschritt das Leben in den Dörfern nach dem Krieg grundlegend verändert hat.

Wenngleich die 30 teils heiteren, teils nachdenklichen Anekdoten nicht immer explizit in Breitenbach verortet sind, entsprechen sie im Wesentlichen Schaakes eigenen Erinnerungen aus Kindheit, Jugend und Arbeitszeit als Bäuerin in der Herzberggemeinde. Dass die „gute alte Zeit“ vor allem harte Arbeit bedeutete, daran lässt Katharina Schaake, trotz ihrer liebevollen Art zu erzählen, keinen Zweifel.

Ihre Geschichten notiert die Breitenbacherin dabei handschriftlich, das Abtippen am Computer übernehmen die beiden Schwiegertöchter. Illustriert ist das Buch mit mehreren Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Familienarchiv. Lediglich das Titelbild hat der Verlag beigesteuert. Mit der für ihren Geschmack etwas blass geratenen Abbildung der dazu sehr schmutzigen Kühe vor dem Pflug hadere sie als Tochter eines Kuhbauern noch etwas, gesteht die Autorin augenzwinkernd. Das neue Buch endet mit dem Totengedenken im November – und damit an dem Zeitpunkt, an dem das erste Werk begonnen hat. An eine weitere Fortsetzung denkt die Breitenbacherin deshalb nicht. „Der Kreis des Jahres ist geschlossen. Es müsste also schon ein anderes Thema sein“, verdeutlicht sie.

Katharina Schaake: „Im Märzen der Bauer…“ – Geschichten und Anekdoten aus Nordhessen, Wartberg-Verlag, ISBN: 978-3-8313-2434-7, erhältlich für 11 Euro im Buchhandel, bei der Gemeindeverwaltung Breitenbach oder direkt bei der Autorin.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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