Nicole Hoff leitet seit Schuljahresbeginn die Gesamtschule Niederaula

Vom Konzept überzeugt

Schule im Zentrum: Nicole Hoff aus Breitenbach/H. ist seit Ferienende die neue Leiterin der Gesamtschule Niederaula. Unser Bild zeigt die 37-Jährige vor der „Skyline von Niederaula“, einem Gemälde, welches das Schulfoyer ziert. In dessen Mitte ist natürlich auch die Gesamtschule zu sehen. Foto: Eisenberg

Niederaula. Lange vorstellen musste sich Nicole Hoff, die neue Schulleiterin der Gesamtschule Niederaula, dem Großteil ihres Kollegiums nicht. Bereits seit neun Jahren arbeitet die 37-Jährige als Lehrerin in der Marktgemeinde. Seit sechs Jahren hat sie als Beauftragte für die Förderstufe und den Hauptschulzweig im Leitungsteam mitgearbeitet. Die neue Schulleiterin spricht deshalb von einem fließenden Übergang. „Am Anfang war es erstmal nur ein neues Büro, jetzt ist auch das Spektrum der Entscheidungen wesentlich größer geworden“. In den ersten Unterrichtswochen habe „gleich das volle Programm“ auf sie gewartet.

Etliche neue Kollegen, darunter auch Wiederkehrer aus der Elternzeit, hätten ihren Dienst in Niederaula begonnen, dazu musste kurzfristig eine Krankheitsvertretung gefunden werden. „Immerhin sind alle Schüler wohlbehalten aus den Ferien wieder da“, sagt Hoff, die selbst Mathematik und Arbeitslehre unterrichtet.

„Natürlich überlegt man sich zweimal, die Verantwortung für eine selbständige Schule zu übernehmen. Aber ich bin vom pädagogischen Konzept überzeugt. Ich wusste, auf was ich mich einlasse“, begründet die 37-Jährige, warum sie sich für die Nachfolge von Lutz Seibel beworben hat, der zum Ende des vergangenen Schuljahres in den Ruhestand gegangen ist.

Zunächst für ein Jahr ist Hoff vom Kultusministerium mit der Leitung der Gesamtschule beauftragt, ehe sie – wie in Hessen üblich – zum kommenden Sommer endgültig zur Schulleiterin ernannt wird. Gemeinsam mit Lehrern, Schülern und dem Leitungs-Team wolle sie den bisherigen Kurs fortsetzen. Schwerpunkte lägen dabei auf Berufs- und Studienorientierung, individualisiertem Lernen sowie dem Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems.

Insgesamt sieht Hoff ihre Bildungseinrichtung gut aufgestellt. Mit 709 Schülern in 33 Klassen habe die Gesamtschule einen so guten Zulauf, dass sie eigentlich zusätzliche Klassenräume bräuchte. Mittlerweile kämen nicht mehr nur Jungen und Mädchen aus dem direkten Einzugsgebiet, sondern auch aus dem Haunetal und der Kreisstadt.

Während dafür anfangs die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit ausschlaggebend gewesen sei, habe sich mittlerweile auch der gute Ruf im Real- und Hauptschulzweig herumgesprochen. ist die Schulleiterin überzeugt.

Dass sie in Breitenbach/H. und damit im direkten Einzugsgebiet der Schule lebt, empfindet Hoff als Vorteil. Ihr sei es wichtig zum wissen, was sich im Lebensumfeld der Jugendlichen ereigne; regelmäßig suche sie deshalb auch den Kontakt zu den Grundschulen. „Das eine oder andere bekomme ich dadurch natürlich auch schneller mit, als es manchen Schülern lieb ist“, erzählt die 37-Jährige lachend.

Zur Person

Von Jan-Christoph Eisenberg

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