Kommt die Gemeinde „Aulatal-Jossatal“?

Der Niederaulaer Gemeindevorstand solle sich bis Ende des Jahres mit den Gemeindevorständen der Nachbarkommunen Breitenbach am Herzberg und Kirchheim in Verbindung setzen, um eine Zusammenlegung der Kommunen zur „Großgemeinde Aulatal-Jossatal“ zu beraten. So lautete sinngemäß ein Antrag der CDU-Fraktion in der Niederaulaer Gemeindevertretersitzung.

Der demographische Wandel werde in den nächsten Jahren zu immer weniger Einwohnern in den Gemeinden führen, begründete die CDU ihren Antrag. Diese wären dann nicht mehr in der Lage, drei hauptamtliche Gemeindeverwaltungen zu finanzieren. Bis zum Jahr 2025 könnten sich die CDUler die Zusammenlegung vorstellen.

Deutliche Ablehnung fand das Begehren in den Reihen der SPD-Fraktion und bei Bündnis90/Die Grünen. Man werde nicht als erste Gemeinde in Hessen die Vorreiterrolle übernehmen, solange es keine Auflassungen von übergeordneten Stellen gäbe, so die SPD. Eine von Niederaula ausgehende einseitige Initiative erwecke den Eindruck einer feindlichen Übernahme. Die interkommunale Zusammenarbeit funktioniere bereits sehr gut und werde weiter ausgeweitet.

An die Aufregung während der Gebietsreform zu Beginn der 70er Jahre, als die Dörfer zu den jetzigen Großgemeinden zusammengelegt wurde, erinnerte Bündnis90/Die Grünen.

Wenn man über einen Zusammenschluss nachdenken wolle, dann müsse man abwarten, ob entsprechende Signale von den Nachbargemeinden ausgingen. Mit den Stimmen von Rot-Grün wurde der CDU-Antrag abgelehnt. (lö)

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