Brief des Kirchheimer Bürgermeisters an Innenminister Boris Rhein

Koch: „Endlich etwas tun“

Kirchheim. Nach dem jüngsten LKW-Unfall auf der Autobahn 7 am Kirchheimer Dreieck hat Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch (SPD) einen Brief an den Hessischen Innenminister Boris Rhein geschrieben. Darin fordert er eine feste Geschwindigkeitsmessanlage für das Kirchheimer Dreieck.

In der Nacht zum Donnerstag war ein Lastzug vom Zubringer zur Autobahn 4 abgekommen, hatte eine Leitplanke durchbrochen und war auf die A7 gestürzt (unsere Zeitung berichtete). „Ich frage mich nun, was noch geschehen muss, damit endlich eine ordentliche Verkehrsüberwachung am Kirchheimer Dreieck erfolgt“, schreibt Koch. In seinem Schreiben an den Innenminister bezieht sich Koch auf einen früheren Briefwechsel mit dem Innenminister und dem Landespolizeipräsidenten.

Darin sei ihm zugesichert worden, dass er von der hessischen Polizeiakademie eine Stellungnahme zu einer ortsfesten Messstelle erhalten werde. Eine solche Stellungnahme sei im jedoch bis heute nicht zugegangen.

Der jüngste Vorfall zeige wieder einmal, dass die Schutzeinrichtungen entlang der Autobahnen nur bedingt geeignet seien, Lastwagen stand zu halten. „Das Leben eines Menschen und unserer Kinder sollte uns mehr wert sein, als ein Erlass oder eine Statistik“, schreibt Koch. Dass eine Autobahn wie in Kirchheim durch eine Ortslage führe, müsse besonders behandelt werden.

Geschwindigkeit reduzieren

„Statistiken sagen viel aus, aber auch in jüngster Vergangenheit sind wahrscheinlich mehr Menschen durch Blitzschlag getötet worden, als dies statistisch wahrscheinlich war. Ich bitte Sie aus diesem Grund nochmals, endlich durch eine ortsfeste Messstelle mit der Anordnung einer entsprechenden Geschwindigkeitsreduzierung, den Menschen in Kirchheim etwas mehr Sicherheit zu gönnen.“, schreibt Manfred Koch. (jce)

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