Automobilgeschichte wird beim Oldtimertreffen in der Kirchheimer Scheune lebendig

Von Kleinschnittger bis Cadillac

Neben vielen Vor- und Nachkriegsmodellen hatte sich am Sonntag auch eine kleine Porsche-Armada vor der Kirchheimer Scheune an der Aula eingefunden. Foto: Löwenberger

Kirchheim. Gerade mal 170 Kilogramm bringt der Kleinschnittger aus den 40er-Jahre samt 122 Kubikzentimeter und sechs PS starkem Einzylinder-Zweitakt-Motörchen auf die Waage. Einen Rückwärtsgang braucht das Miniauto nicht. Notfalls hebt man es hinten hoch und dreht es in die passende Richtung.

Fast zweieinhalb Tonnen wiegt der Cadillac Eldorado aus dem Jahr 1959, ist knapp sechs Meter lang und unter der tischtennisplattengroßen Motorhaube rumort ein 6,4 Liter V8 Motor mit 350 PS.

Alltagsauto: „Einser“-Golf

Dazwischen gab es auf dem 26. Oldtimertreffen in der Kirchheimer Scheune an der Aula rund 100 weitere Autos und Motorräder aller Marken und Jahrgänge zu sehen. Vor- und Nachkriegsmodelle standen friedlich nebeneinander, ebenso wie profane Alltagsautos, erstmals in diesem Jahr beispielsweise ein „Einser“ Golf aus 1974, neben einem EMW (Eisenacher Motorenwerke) 327 Cabriolet aus den 30er-Jahren, dem möglicherweise wertvollsten Exponat der Veranstaltung.

Am frühen Sonntagvormittag hatte Bertold Schmidt rund 50 Fahrzeuge auf eine Rundfahrt geschickt, die auch über den Bad Hersfelder Marktplatz führte. Ab dem Mittag trafen die Teilnehmer wieder in Kirchheim ein, wo zahlreiche Besucher die Ankunft beobachteten und die ausgestellten Fahrzeuge mit mehr oder weniger Sachkenntnis bewunderten und kommentierten. Am Nachmittag wurden dann bei Kaffee und Kuchen oder Bratwurst und Bier zahlreiche Pokale unter den Teilnehmern vergeben, ehe die Veranstaltung allmählich ausklang.

Von Bernd Löwenberger

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