Evangelische Kindertagesstätte Niederjossa besteht seit 25 Jahren – Fest am 28. Juni

Die kleinen Freunde feiern

Freuen sich auf das Fest zum 25-jährigen Bestehen des Kindergartens im evangelischen Gemeindehaus Niederjossa: Die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen und Cathrin Ryckeboer, Leiterin Andrea Stein und Nadine Weiffenbach. Foto : Eisenberg

Niederjossa. Die ersten Kinder, die seinerzeit den neuen Niederjossaer Kindergarten besuchten, sind heute selbst Eltern. Vor gut 25 Jahren, am 15. März 1990, war die Kindertagesstätte in den Räumen des evangelischen Gemeindehauses eröffnet worden. Dieses silberne Kindergartenjubiläum soll am kommenden Sonntag, 28. Juni, mit einem großen Fest gefeiert werden.

Eine Kinderbetreuung in Obhut der evangelischen Kirche hatte es in dem Niederaulaer Ortsteil schon seit 1974 gegeben. Diese sogenannte Kinderspielstunde traf sich unter Leitung von Inge Becker aus Asbach zunächst an zwei, später an drei Nachmittagen in der Niederjossaer Schule. Bewegung kam in die Sache, nachdem in den 1980er Jahren die zweite Niederaulaer Pfarrstelle nach Niederjossa verlegt worden war und neben einem Pfarrhaus auch der Bau eines Gemeindehauses geplant wurde. Insbesondere der damalige Pfarrer Günter Schramm setzte sich damals gemeinsam mit den Kirchenvorstand für die Einrichtung einer Kinderbetreuung ein.

Kita im Untergeschoss

Mit Unterstützung der Gemeindeglieder wurde das evangelische Gemeindehaus an der Sudetenstraße gebaut, in dessen Untergeschoss auch heute noch die Kindertagesstätte untergebracht ist, die seit dem Jahr 2000 „Haus der kleinen Freunde“ heißt. Erste Leiterin war Petra Lieberum aus Heenes, auf die 1999 Doris Rähse-Zöll aus Burghaun und 2001 die heutige Leiterin Andrea Stein aus Breitenbach folgten.

In den vergangenen Jahren seien Betreuungsplätze in dem kleinen, familiären Kindergarten immer gefragt gewesen, berichtet Andrea Stein, wenngleich es keine riesigen Wartelisten gegeben habe. 19 Jungen und Mädchen im Alter von zwei bis sechs Jahren, darunter zwei Integrationskinder, werden derzeit von drei Erzieherinnen betreut. Wie bereits in den Gründungsjahren, stehe die Vermittlung von christlichen Werten und die Erziehung zur Selbständigkeit im Fokus der pädagogischen Arbeit. „Wichtig ist, dass die Kinder sich wohlfühlen“, betont Andrea Stein.

Auch in einem Dorf wie Niederjossa mit weitgehend intaktem sozialen Gefüge habe sich in den vergangenen Jahren das Umfeld verändert. „Immer mehr Mütter gehen arbeiten“, berichtet Andrea Stein. Die Kita hat darauf reagiert und die Öffnungszeiten ausgeweitet – von ursprünglich 8 bis 12 Uhr auf 7 bis 14 Uhr ab diesem Sommer. Seit 2011 wird zudem ein Mittagessen angeboten, das aus dem Kreisaltenheim in Niederaula geliefert wird.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Kommentare