Niederaulaer Grundschüler recherchierten als erste ZiSch-Klasse im Frankfurter Zoo

Zoo als Klassenzimmer

Da Brillenbären gerne klettern, schlafen sie in Nestern, die in Bäumen aufgehängt sind. Von diesem Exemplar hoch droben auf dem Kletterbaum waren die Zisch-Schüler besonders begeistert. Fotos: Klasse 3a

Niederaula. „Tiere erleben“ - so lautet der Leitspruch des Frankfurter Zoos. Bei einem Ausflug dorthin, der uns Drittklässlern der Niederaulaer Grundschule eine spannende Abwechslung im Unterrichtsalltag bot, konnten wir auf vielfältige Weise erfahren, wie das Motto umgesetzt wird. Im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“ waren wir die erste Schulklasse, die sich zu ihrem Pressetermin begab, um als neugierige Journalisten zu recherchieren.

Zoopädagoge Hannes Pulch holte zu Beginn ein weiches und glänzendes Robbenfell aus seiner Tasche. Das Fell sei ähnlich wie ein Neoprenanzug, der vor Kälte schützt. Einige Robben lagen auf einem Holzdeckel, der auf dem Wasser schwamm. In einer kleinen künstlichen Höhle konnte man sie durch Fensterscheiben unter Wasser beim Schwimmen beobachten.

Echte Tigerkralle

Bei den Sumatra-Tigern zeigte Hannes Pulch uns eine echte Tigerkralle. Wir waren beeindruckt, als wir vor einer lebensgroßen Abbildung eines auf den Hinterfüßen stehenden Tigers standen. Zoopädagogin Stephanie Lehrian erklärte, dass Tiger vier Meter hoch und acht Meter weit springen können. Auf einem Felsvorsprung etwas versteckt lag die Tigermutter und ruhte sich aus. Ihr Jungtier schlief direkt an die Scheibe gekuschelt, durch die wir in das Gehege schauen konnten. Tiger haben an den Ohren weiße Flecken. Dreht ein Tiger die Ohren so, dass von vorn die Flecken auf der Rückseite der Ohren sind, signalisiert er einen Angriff. Diese und andere Informationen fand man auf Großtafeln überall im Zoo.

Ein weiterer spannender Zoo-Bewohner erwartete uns hoch oben auf einem Baum. Ein Brillenbär ließ sich dort die Sonne auf den Pelz scheinen. Sie heißen so, weil sie um die Augen eine brillenartige Fellzeichnung haben. In Frankfurt haben sie zwei weitläufige Gehege, in denen Pflanzen mit extra viel Früchten angepflanzt wurden. So können sie selbstständig auf Futtersuche gehen. Ein Bären-Baby ist gerade mal so schwer wie drei Tafeln Schokolade. Die Mutter wartete auf den Nachwuchs in einer Höhle. Sobald beide nicht mehr so viel Ruhe brauchen, soll das Bären-Weibchen mit seinem kleinen Baby in die Außenanlage gelassen werden.

Gefährliche Tiere

Ein Erlebnis war es auch, einem Flusspferd gegenüberzustehen. Die Riesen gehören zu den gefährlichsten Tieren Afrikas. Weibchen wiegen rund 2500 Kilogramm, Männchen sogar bis zu 3000 Kilogramm. Sie schmatzen beim Fressen sehr laut. Im Exotarium kommt man in eine schwülwarme, fremde Welt. Hier werden unter anderem die grüne Mamba und Wassertiere wie Seepferdchen, Fische und Kraken gezeigt. Am Ende des Zoo-Besuchs waren wir ganz erstaunt, wie viele verschiedene Tierarten es gibt, und wir kommen sicher bald wieder.

Von der Klasse 3a der Grundschule Niederaula

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