Niederaula und Schlitz wollen zusammenarbeiten

Klärschlamm wird gemeinsam entsorgt

Kerspenhausen. Mit deutlich verringerter Mannschaftsstärke musste die Niederaulaer Gemeindevertretung ihre jüngste Sitzung am Donnerstagabend im Kerspenhäuser Bürgerhaus bestreiten.

Die Stühle an den Fraktionstischen von AfD und Bündnisgrünen blieben komplett leer. Das wirkte sich auch auf die Tagesordnung aus: Der krankheitsbedingt nicht anwesende Grünen-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Köhler hatte im Vorfeld der Sitzung darum gebeten, seine beiden Anträge in die April-Sitzung zu verschieben.

Die verbliebenen Parlamentarier waren sich in Sachen Klärschlamm-Entsorgung einig. Sie votierten geschlossen für eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Nachbarstadt Schlitz. Beide Kommunen wollen künftig bei der Entsorgung der Überreste aus ihren Kläranlagen zusammenarbeiten, da die Ausbringung in der Landwirtschaft zunehmend eingeschränkt werde. Noch steht allerdings die Zustimmung der Schlitzer Stadtverordneten aus. Dort wird das Thema am 16. März beraten.

Für den Transport nach Schlitz muss der Klärschlamm gerade noch pumpfähig sein. Deshalb muss die Marktgemeinde in einen sogenannten Voreindicker für die Kläranlage Niederaula investieren, was etwa 16 000 Euro kosten wird. Der Klärschlamm aus Niederaula und – zumindest bis zu einem möglichen Anschluss dieses Ortsteils an das Bad Hersfelder Klärwerk – auch aus Kerspenhausen, wird zukünftig in die Kläranlage im Schlitzer Stadtteil Hutzdorf transportiert. Dafür muss die Marktgemeinde selbst aufkommen. Für die Vergärung und Eindickung in der Solartrocknungsanlage zahlt Niederaula an die Burgenstadt nur eine Verwaltungspauschale von 1500 Euro. Für die Entsorgung der am Ende dieses Prozesses zurückbleibenden Trockenmasse fallen für Niederaula dann noch einmal rund 62 Euro pro Tonne an.

Neue Gesellschafter

Ebenfalls einstimmig haben die Gemeindevertreter der Aufnahme der Zukunftsakademie Hersfeld-Rotenburg und des Vereins Gutes aus Waldhessen in die Wirtschaftsförderungsgesellschaft zugestimmt. Das ist nötig, damit die Region Hersfeld-Rotenburg auch weiterhin von der Leader-Förderung profitieren kann.

Die Marktgemeinde, die selbst Mitglied der Leader-Region Knüll ist, musste über die Änderung abstimmen. (jce)

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