Unter Tierfreunden herrscht Unruhe – Steuer soll sich an Kosten für Hunde orientieren

Kirchheim plant Pferdesteuer

Kirchheim. In Kirchheim herrscht Unruhe unter den Pferdebesitzern. Will die Gemeinde, wie bereits in Bad Sooden-Allendorf geschehen, eine Pferdesteuer einführen? Fest steht, dass am Mittwoch der Beschluss über den Doppelhaushalt mit den Jahreshaushaltssatzungen für 2012 und 2013 gefasst werden soll.

„Wir waren vor einiger Zeit zu einem Gespräch in Wiesbaden und haben eine Liste mit Vorschlägen bekommen, wie der Haushaltsausgleich zu erreichen ist“, erklärt Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch. „Nun haben wir überlegt, welche Dinge davon in Kirchheim umzusetzen sind.“ Eine Möglichkeit dabei sei eben die Einführung der Pferdesteuer.

Geplant sind unter anderem Erhöhungen bei den Friedhofs- und Kindergartengebühren sowie bei Wasser- und Abwasser und der Grundsteuer A und B.

„Noch hat sich keine Pferdebesitzer bei mir gemeldet“, berichtet Koch und will die Bürger und Pferdefreunde beruhigen. „Was mir vorschwebt ist, dass sich die Pferdesteuer an der Hundesteuer orientiert“, sagt der Bürgermeister.

Die Hundesteuer in Kirchheim beträgt aktuell 36 Euro pro Jahr. Doch auch hier wird es, aufgrund des Haushaltsausgleichs, zu einer Erhöhung kommen. 48,60 Euro sollen Hundebesitzer in Zukunft zahlen. Bis 2016 sollen es nach Angaben von Koch dann 90 Euro sein. „Ohne mich jetzt schon auf einen konkreten Wert festlegen zu wollen, denke ich, dass sich die Pferdesteuer im Bereich um die 100 Euro im Jahr bewegen wird“, sagte Koch.

Pferdefreunde haben dazu aufgerufen, die vor der Beschlussfassung stattfindenden öffentlichen Sitzungen am Dienstag (Sitzungssaal im Rathaus, 20 Uhr) und die Sitzung am Mittwoch (Dorfgemeinschaftshaus, 20 Uhr) zu besuchen. (cst) Seite 6

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