Zusammenarbeit ja, Zusammenschluss nein

Kirchheim gegen die Supergemeinde

Kirchheim. Einem Antrag der Kirchheimer CDU-Fraktion, wonach aus den Gemeinden Breitenbach am Herzberg, Kirchheim, Niederaula und Oberaula etwa bis zum Jahr 2025 die Superkommune „Aulatal-Jossatal“ werden soll, wollten die Parlamentarier der SPD-Fraktion am Donnerstagabend während der Gemeindevertretersitzung im Reckeröder Dorfgemeinschaftshaus nicht folgen.

Wegen des demografischen Wandels werde sich die Region in Zukunft keine vier Bürgermeister und ebenso viele Gemeindeverwaltungen mehr leisten können, begründete die CDU ihr Anliegen, nahezu analog und fast gleichlautend mit einem Antrag der Niederaulaer Parteikollegen, der dort vor wenigen Tagen von der SPD ebenfalls abgelehnt worden war (HZ berichtete). Lediglich die Aufnahme Oberaulas in die Großkommune war neu in der Kirchheimer Diskussion.

Man arbeite bereits jetzt in vielen Bereichen, wie etwa Standesämtern, Schulen, Kindergärten und Bauhöfen, teilweise sehr eng zusammen, begründete die SPD ihre Ablehnung. Diese Zusammenarbeit funktioniere gut und werde in der Zukunft sicher noch weiter ausgebaut. So könnte möglicherweise bei ausreichender Kapazität Oberaula auf eine eigene Kläranlage verzichten und seine Abwässer bis nach Kirchheim weiterleiten.

Weitere Möglichkeiten würden sich auftun und entwickeln. In einer Zusammenlegung der Kommunen mit nur noch einer Hauptverwaltung sahen die Vertreter der SPD und auch Bürgermeister Manfred Koch keinen Vorteil und fürchteten stattdessen schlechteren Service und weitere Wege für die Bürger. (lö)

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