Parlament akzeptiert Teilregionalplan Energie – Kein Vorranggebiet bei Mengshausen

Keine Rotoren an der Kuppe

Niederjossa. Die Frage, an welchen Stellen in der Marktgemeinde sich künftig Windräder drehen könnten, beschäftigte die Niederaulaer Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Freitag im Dorfgemeinschaftshaus Niederjossa.

Der Teilregionalplanentwurf Nordhessen, der bis zum 14. Mai öffentlich ausliegt, sieht für Niederaula Vorranggebiete für Windkraftanlagen im Bereich der Rehkuppe, am Steinküppel und im Bereich der Aulaberge vor. Nicht mehr berücksichtigt sind die ursprünglich aufgeführten Flächen südlich der Hohen Wurzel und an der Mengshäuser Kuppe. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter, diese Flächen zu akzeptieren.

Naherholungsgebiet

Eine Beschlussvorlage des Gemeindevorstandes hatte vorgesehen, in der Stellungnahme der Gemeinde auch die Mengshäuser Kuppe als Windkraftgebiet aufzunehmen. Weil die Mengshäuser Kuppe mit ihrem Aussichtsturm ein beliebte Naherholungsgebiet ist, wollten sich die Fraktionen dem nicht anschließen. Wolfgang Köhler von den Grünen ging sogar noch weiter. Er bemängelte, dass es seitens der Bundesregierung kein schlüssiges Gesamtkonzept für die Energiewende gebe. Mit Blick auf die Vogelschutzgebiete im Fuldatal beantragte Köhler, auch die Rehkuppe und die Aulaberge aus dem Plan herauszunehmen. Dieses Ansinnen fand jedoch bei drei Enthaltungen nur seine eigene Zustimmung.

Dem Plan ohne die Mengshäuser Kuppe stimmte dann auch Köhler zu. „Wir haben heute die Möglichkeit uns zu positionieren, ob wir weitere Windräder im Gemeindegebiet wollen, oder nicht“, hatte zuvor Bürgermeister Thomas Rohrbach betont. Bei Hattenbach plant bereits ein Investor, vier Windräder zu errichten. „Wenn der Regionalplan erstmal steht, haben wir wenig Möglichkeiten, Windräder zu verhindern“.

Allerdings bedeute die Aufstellung des Regionalplans nicht zwangsläufig, dass auf den betroffenen Flächen auch Windräder gebaut werden, so Rohrbach.

Als Beispiel nannte der Bürgermeister den Haunetaler Ortsteil Wehrda, wo die Mopsfledermaus den Bau von Windkraftanlagen wahrscheinlich verhindert.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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