Parlament sorgt sich um Grundwasser

Kein Fracking in Kirchheim

Kirchheim. Die Gemeinde Kirchheim lehnt eine unkonventionelle Förderung von Erdgas sowie den Einsatz der heutigen Fracking-Technologie ab. Es werden keine kommunalen Grundstücke dafür zur Verfügung gestellt.

Diesen Beschluss fassten die Kirchheimer Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Anbau der Kirchheimer Bürgerhauses einstimmig. Besonders der hohe Wasserbedarf und der Einsatz verschiedener Chemikalien, deren Lagerung und Einbringung in die Bohrungen beunruhigen die Kirchheimer. Niemand wisse genau, wie sich das Chemo-Wassergemisch, das unter hohem Druck bis in große Tiefen gepresst werde, dort verhalte und verbreite.

Die Kirchheimer befürchten eine „erhebliche Gefährdung des Grundwassers auch in kilometerweiten Abständen zu Bohrstelle“. Mit ihrem Beschluss folgten die Kirchheimer einer Empfehlung des Kreistages des Landkreises Hersfeld-Rotenburg vom April diesen Jahres. Auch die hessische Umweltministerin, Lucia Puttrich, hatte sich bereits gegen die Anwendung der Frackingtechnologie ausgesprochen. (lö)

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