Riesiger Ansturm auf Herbstfeste in Hausen und Kirchheim

Kampf um Kartoffelpuffer

Ein echter Hingucker war der gelungem Auftritt der Line-Dance-Gruppe Hausen, die „Hiisner Happy Fess“, am späten Mittwochnachmittag zum Ende des Kartoffelfestes im Dorfkern des Oberaulaer Ortsteils. Fotos: Löwenberger

Kirchheim/Hausen. Wer geglaubt hatte, dunkle Wolken und eine steife Brise würden die Besucher am Tag der Deutschen Einheit fernhalten vom Apfel- und Kartoffelfest an der Kirchheimer Scheune an der Aula oder vom Kartoffelfest mit Markttag im Ortskern von Hausen, der wurde schnell eines Besseren belehrt.

Hier wie dort herrschte auf den Festplätzen drangvolle Enge. So gingen dem Kirchheimer Museumsverein zwischenzeitlich nicht nur die Pellkartoffeln und die Würstchen für die Kartoffelsuppe aus, auch für Kartoffelpfannkuchen mit Apfelbrei musste man schon mal eine halbe Stunde in der endlos langen Schlange einplanen. Sitz- und Parkplätze waren an der Scheune in Kirchheim ebenso rar wie rund um das Feuerwehrhaus in Hausen. Auch dort sorgte der Ansturm auf Kartoffelklöße mit Schmandsoße für Versorgungsengpässe kurz nach der Mittagszeit.

Nicht, dass man den Veranstaltern daraus einen Vorwurf machen könnte: Die ungezählten ehrenamtlichen Einsatzkräfte waren mit beachtlichen Vorräten und großem Einsatz angetreten. Ein solcher Besucheransturm war nicht unbedingt zu erwarten. Es hätte, laut Wetterbericht, auch regnen können, und dann wären sie womöglich auf den kiloweise vorbereiteten Köstlichkeiten, den Dutzenden von Kuchen- oder Ploatzblechen sitzen geblieben.

Egal, die Stimmung auf beiden Festen war hervorragend, wirklich Hunger oder Durst leiden musste niemand, und Ausrichter wie Besucher waren am Ende hoch zufrieden, eines der letzten Open-Air-Events diesen Jahres besucht oder ausgerichtet zu haben, ohne wirklich frieren zu müssen oder nass zu werden. Der Regen kam erst in der Nacht zum Donnerstag.

Zudem boten die Feste Hingucker wie Apelschälmaschinen, Almabtrieb und Westerndance und man konnte sich mit Äpfeln, Kartoffeln, Wurst und Käse und noch einigem mehr bis weit in das kommende Jahr eindecken. Jetzt hoffen die Kirchheimer und die Hausener, dass auch im nächsten Jahr wieder so viele Gäste kommen, um sich an den regionalen Köstlichkeiten rund um Apfel und Kartoffel zu laben und die tolle Atmosphäre auf ihren Festen zu genießen.

Von Bernd Löwenberger

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