Erste Planungen zur Modernisierung des Bürgerhauses Breitenbach vorgestellt

Kälteschutz und Faltwand

Sanierungsbedürftig: Erste Überlegungen zur energetischen Modernisierung des Breitenbacher Bürgerhauses wurden während der Gemeindevertretersitzung vorgestellt. Auf der Grünfläche rechts könnte im Zuge der Arbeiten eine Terrasse entstehen, die durch eine Glas-Faltwand direkt erreichbar ist. Foto: Eisenberg

Breitenbach/H. Das Breitenbacher Bürgerhaus ist in die Jahre gekommen. Optisch, vor allem aber energetisch, entspricht das 1984 eröffnete Bauwerk nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Eine Studentengruppe der Technika-Akademie Alsfeld um den Breitenbacher Christoph Dippel hat deshalb Vorschläge für eine energetische Modernisierung ausgearbeitet. Zur Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend stellte Dippel die Überlegungen vor.

Bei einer Sanierung könnten gleichzeitig Schwachstellen in der Architektur nachgebessert werden. Dazu zählt etwa die Toilettenanlage im Kellergeschoss. Dippel regte den Bau einer Behinderten- sowie einer Damen- und einer Herrentoilette im Bereich des Foyers an.

Zudem könnten der Thekenbereich an der Stirnseite und das Stuhllager an der linken Außenwand ihre Plätze tauschen. Der Einbau einer Glas-Faltwand Anstelle der Fensterfront in Richtung Kindergarten würde bei schönem Wetter den direkten Zugang zu einer angrenzenden Terrasse ermöglichen.

Dämmung von innen

Die Außenwände aus Stahlbeton sind nach den Erkenntnissen der Studenten seinerzeit gut gebaut worden, weshalb Christoph Dippel eine Dämmung von innen vorschlägt. Für die Außenwände ist eine Verkleidung mit sogenannten Trespla-Platten vorgesehen. Denkbar sei aber auch das Verputzen der Wände. Die Dämmung des Daches wäre nach Einschätzung der Studenten mit dem Aufbringen einer acht Zentimeter dicken Isolierschicht sowie einer weiteren Bitumenbahn möglich. Im Inneren würde die bisherige Akustikdecke aus Gipsplatten durch ein neues System aus Vollholz ersetzt, das zugleich auch eine Dämmwirkung hat.

Beheizt werden könnte das Gebäude künftig über eine spezielle Fußbodenheizung, die nur acht Zentimeter dick mit Estrich überdeckt werden muss. Darüber würde dann ein robustes Ahornparkett verlegt. Neben dem Austausch der Fenster und Türen schlagen die Studenten auch den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnungssystem vor. Bürgermeister Volker Jaritz betonte, dass es sich bei der Präsentation um erste, noch nicht planungsreife Überlegungen handele und die genauen Baukosten noch nicht ermittelt worden seien. Nach ersten groben Schätzungen rechnet er aber ohne Lüftungsanlage mit 150 000 bis 180 000 Euro, wovon das Land bis zu 60 Prozent übernehmen würde. Zudem hätten sich die Breitenbacher Vereine dazu bereiterklärt, einen Teil der Arbeiten in Eigenleistung zu übernehmen.

Bis zu einer der nächsten Sitzungen nach der Sommerpause lässt die Gemeindeverwaltung die genauen Kosten für eine mögliche Sanierung ermitteln. Dann werden die Gemeindevertreter entscheiden, ob und in welchem Umfang die Vorschläge umgesetzt werden.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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