Zwölf Mädchen und Jungen der Hattenbacher Detektive erkunden ihren Heimatort

Junge Forscher unterwegs

Mit Fleiß und Spaß: Die Hattenbacher Detektive haben an einem Insektenhotel hinter dem Dorfgemeinschaftshaus gewerkelt. Unser Bild zeigt (von links) Moritz Schmidt, Tobias Diener, Nils Tappert, Annika Schade, Laurin Höhmann, Nike Höhmann, Saskia Reuter, Hans-Dieter Arndt und Marvin Fohr. Es fehlten: Sophia Diener, Tom Braun und Moritz Lohr. Foto: Löwenberger

Hattenbach. „Wir wollen alles über unser Dorf herausfinden, was man nicht so einfach im Internet googeln kann, dabei viel lernen und viel Spaß haben“, umreißt Hans-Dieter Arndt mit einem Satz die Ziele der Hattenbacher Detektive.

In einer offenen Gruppe betreut der vom staatlichen Schulamt zertifizierte Senior-Umwelttrainer derzeit zwölf Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und 14 Jahren. Organisiert sind die Detektive unter der Ortsjugendpflege Niederaula und im kürzlich gegründeten Heimat- und Kulturverein „Dorfgemeinschaft Hattenbach e.V.“, dessen Vorsitzender ebenfalls Hans-Dieter Arndt ist. Auch die Vereinsziele erläutert Arndt kurz und prägnant: „Junge sollen sich wohlfühlen, damit sie im Ort bleiben, und Alte sollen hier glücklich alt werden.“ Insgesamt will der Verein mit verschiedenen Aktivitäten das dörfliche Zusammenleben fördern und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Unter anderem nimmt Hattenbach an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2014/2015 teil.

Auch die jungen Detektive haben sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder ausgesucht und dazu schon mal Ideen gesammelt und Fragen entwickelt. Als Dorfdetektive interessiert sie zum Beispiel „Wer wohnt wo?“, „Gibt es besonders interessante Gebäude?“, oder „Welche Firmen gibt es in Hattenbach?“ Als Umweltdetektive stellen sie sich die Fragen: „Wie viel Energie liefert die Natur?“ oder „Wie kann man zu Hause Energie sparen?“.

Modellbau und basteln

Außerdem sollen in diesem Themenbereich Funktionsmodelle von Wasser-, Sonnen- und Windkraftwerken gebaut werden. Als Umwelt- und Naturdetektive interessieren sich die jungen Forscher beispielsweise für Trinkwasser: „Wo kommt es her? Wo geht es hin?“ Außerdem wollen die Nachwuchsforscher feststellen, welche Wildtiere es noch in ihrer Heimat gibt oder mit Naturmaterialien basteln. Und bei all dem soll der Spaß durch Spiele drinnen und draußen nicht zu kurz kommen.

Jeden Freitag treffen sich die Jugendlichen zwischen 15 und 17 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus, falls nicht Schularbeiten oder Verpflichtungen in anderen Vereinen Vorrang haben. Jetzt hoffen Arndt und seine Detektive auf einen eigenen Raum und auf einen „Investor“, der ihnen für ein einheitliches Outfit schicke Detektivshirts sponsert. Mehr Informationen unter: www.hattenbach-dorfgemeinschaft.de

Von Bernd Löwenberger

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