Akkordeonorchester Gersdorf feierte Jubiläum im Dorfgemeinschaftshaus

25 Jahre voller Musik

Musikalisch: Sein 25-jähriges Bestehen feierte das Akkordeonorchester Gersdorf am Sonntagnachmittag mit großem Erfolg im Dorfgemeinschaftshaus des Kirchheimer Ortsteils. Zu den Gratulanten gehörten Hans Petersen (hinten rechts), Manfred Koch (hinten Mitte), Reiner Emmerich (links daneben) und einige Sponsoren. Foto: Löwenberger

Gersdorf. Eng ging es zu am Sonntagnachmittag bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Akkordeonorchesters im Gersdorfer Dorfgemeinschaftshaus. Aber irgendwie auch gemütlich, und da störte es niemanden, dass die Protagonisten sich zwischen den Auftritten mühsam einen Weg zwischen eng gestellten Stühlen und Notenständern suchen mussten.

„Wir haben diesen Ort absichtlich für diese Feier gewählt, weil hier vor 25 Jahren alles angefangen hat“, begründete Orchesterleiterin Monika Stiebeling den eng gesteckten Rahmen. Viele seien gekommen im Lauf der Jahre, die wenigsten seien geblieben, sagte die Orchesterchefin in ihrer Eröffnungsrede und weiter: „Wer dennoch nicht müde wird, sich für den Verein und dessen Belange, die Mitglieder und Menschen mit ihren Sorgen und Nöten einzusetzen, dem gebührt Respekt und Dank“.

Kontinuierliches Wachstum

Ähnlich äußerten sich Reiner Emmerich, der die Grüße des Landkreises überbrachte, und Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch. Man könne stolz darauf sein, dass ein so kleines Dorf ein so großes Orchester hervorgebracht habe. Hervorzuheben seien die Beständigkeit und das kontinuierliche Wachstum des Orchesters, waren sich die Gastredner einig, und in diesem Zusammenhang ging besondere Anerkennung an Monika Stiebeling, die das Orchester nicht nur seinerzeit ins Leben gerufen, sondern auch einen ganz großen Anteil an dessen Entwicklung habe.

Mit der Ouvertüre „die Hochzeit des Harlekin“ eröffnete das Orchester einen musikalischen Reigen, der – unterstützt durch zahlreiche Fotos auf einer Leinwand -– durch 25 Jahre Musik auf dem Akkordeon führte. Beginnend mit dem Gründertrio Monika Stiebeling, ihrer Schwägerin Ute Pletsch und Helmut Stiebing begeisterte dann das gesamte Orchester die über 100 Gäste mit Liedern wie „Ich war noch niemals in New York“ oder „Highland Cathedral“. Wilmar Hofmann überzeugte an der Trompete mit „Frag’ die Zigeunerin“, bei „Wie Böhmen noch bei Österreich war“ bebte der Saal und am Ende gab es donnernden Applaus.

Hohes Leistungsniveau

Begeistert zeigte sich auch der Vorsitzende des Bezirks Nordhessen des Deutschen Harmonikaverbandes, Hans Petersen. Er bestätigte dem einzigen Orchester im Kreis Hersfeld-Rotenburg und im gesamten Rotkäppchenland ein sehr hohes Leistungsniveau. Petersen überreichte eine Skulptur an das Orchester und zeichnete zahlreiche Mitglieder für zehn oder 20 Jahre Treue zum Verein aus. Mit der Goldenen Dirigentennadel wurde Monika Stiebeling für ihre 25-jährige Tätigkeit geehrt.

Von Bernd Löwenberger

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