Niederaula macht den Weg frei für mögliche Neuansiedlung im Friedrichsfeld

Investor will hoch hinaus

Niederaula. Im interkommunalen Gewerbegebiet Friedrichsfeld tut sich was. Ein „namhafter Hersteller aus dem Bekleidungssegment“ will sich dort nach Auskunft von Bürgermeister Thomas Rohrbach ansiedeln. Auf einer Fläche von 35 000 Quadratmetern sollen ein Hochregal-Lager und Nebengebäuden für Büros entstehen. Mehr als 50 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze könnten in dem gemeinsamen Gewerbegebiet von Niederaula und Kirchheim entstehen.

Allerdings konkurriert die Marktgemeinde mit zwei anderen Standorten, um die Gunst des Unternehmens. Die Zeit drängt. Deshalb hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, die notwendigen Voraussetzungen für die Ansiedlung zu schaffen, um die Fläche östlich des Motels in Kirchheim für eine Bebauung vorzubereiten. Dazu muss der Bebauungsplan geändert werden, denn die derzeit gültige Firsthöhe muss von 15 auf 50 Meter angehoben werden – was natürlich auch Auswirkungen auf das Landschaftsbild haben würde.

Der Grüne-Gemeindevertreter Wolfgang Köhler hatte deshalb Bedenken und daher angeregt, dass eine Dach- und Fassadenbegrünung angeregt werden soll. Bürgermeister Rohrbach sagte zu, dies an die Bauherren weiterzugeben.

Enorme Nachfrage

Ebenfalls einstimmig und ohne weitere Diskussionen hat die Gemeindevertretung der geplanten Erweiterung der Firma Systemdach zugestimmt. Die Firma hatte sich vor fünf Jahren in den Räumen der früheren Schreinerei Huras in Kleba angesiedelt. Sie produziert und vertreibt Terrassenüberdachungen aus Aluminium.

Wegen der enormen Nachfrage wurde bereits im Jahr 2013 die Firma um eine Lagerhalle erweitert. Zurzeit befindet sich eine weitere Lagerhalle in der Bauphase. Die Mitarbeiteranzahl hat sich von vier Festangestellten auf 20 Festangestellte zuzüglich Aushilfskräfte erhöht. Die bisherigen Hallenerweiterungen haben auf Flächen im Außenbereich stattgefunden.

Um künftige Expansionen zu ermöglichen, sollen nun das Bauleitplanverfahren mit Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes eingeleitet werden. Die Kosten für das Verfahren werden von der Firma Systemdach getragen. (kai) Kurz notiert

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