Feuerwehr Niederaula hatte 48 Einsätze – Neue Kindergruppe und neues Fahrzeug

Ein intensives Jahr

Ließen das Jahr 2014 Revue passieren: von links Katja Schenk (Löscheulen), Kassenwart Frank Schmer, Feuerwehrfrau Tanja Pfaff-Pfalzgraf, Gemeindebrandinspektor Matthias Schenk, Wehrführer Matthias Pfaff, stellvertretender Wehrführer Norbert Schmidt, Vereinsvorsitzender Stefan Wolfert, Bürgermeister Thomas Rohrbach, stellvertretender Vorsitzender Michael Thamer, Beisitzer Dirk Hensel, Julia Deist (Löscheulen), Beisitzer Kurt Schäfer, Isabell Apel (Löscheulen) und Schriftführer Jörg Keileweit. Foto: nh

Niederaula. 48 Einsätze, ein neues Fahrzeug und die Gründung der Löscheulen: Ein intensives Jahr liegt hinter den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Niederaula. Vor eine besondere Herausforderung stellte alle das Busunglück am 30. Dezember auf der A 4, zu dem die Niederaulaer als Unterstützung der Kameraden aus Bad Hersfeld und Kirchheim gerufen wurden.

In seinem Jahresbericht auf der Jahreshauptversammlung hob der erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Stefan Wolfert, drei markanten Themen hervor. Mit Blick auf die Gründung der Löscheulen im März dankte er Isabell Apel, Julia Deist und Katja Schenk für ihren unermüdlichen Einsatz für die Nachwuchsförderung. Mit der Trennung der Aufgaben des Vereinsvorstandes und der Wehrführung sollten die Wehrführung entlastet und die vielen Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Anschaffung eines gebrauchten Mannschaftstransportwagens aus eigenen Feuerwehrmitteln war notwendig, nachdem das alte Fahrzeug wegen zu hoher Reparaturkosten außer Dienst gestellt wurde.

Einen Überblick über die Einsätze 2014 gab Wehrführer Matthias Pfaff. Die insgesamt 43 Aktiven wurden zu fünf Bränden, 28 technischen Hilfeleistungen, zwölf Brandmeldeanlagen und drei Fehlalarmen gerufen. Außerdem absolvierten sie zwei Brandsicherheitsdienste, vier Übungen und zwei Alarmübungen.

Jugendwart Roland Pfaff berichtete von zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Über einen großen Zuspruch freuen sich die Löscheulen mit bis zu 34 Kindern. Katja Schenk erklärte, dass Feuerwehrthemen lediglich 30 Prozent des Angebotes ausmachen. In erster Linie werden Spielenachmittage angeboten. Themen sind aber auch die Verkehrssicherheit und das soziale Verhalten. Katja Schenk unterstrich, dass die Nachwuchsförderung auch den Ortsteilfeuerwehren zugute komme, da die Kinder später möglichst zahlreich in ihren Wohnorten den Feuerwehren erhalten bleiben sollen.

Gemeinsame Übungen

Gemeindebrandinspektor Matthias Schenk betonte mit Blick auf das Busunglück auf der A 4, wie wichtig die enge Zusammenarbeit und das gemeinsame Üben mit den Kameraden aus Bad Hersfeld und Kirchheim sei. Regelmäßig werden etwa gemeinsame Übungsabende mit dem GABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld organisiert. „Man kennt sich und arbeitet automatisch viel besser im Team zusammen“, sagte Schenk. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Mike Völker gab einen aktuellen Zwischenbericht zum Thema Digitalfunk und erinnerte an die entsprechenden Schulungen.

Tanja Pfaff-Pfalzgraf wurde zur Feuerwehrfrau befördert.

Trotz angespannter Haushaltslage soll der Brandschutz weiter sichergestellt und gefördert werden, versprach Bürgermeister Thomas Rohrbach. Die Anschaffung eines Löschfahrzeugs 10/6 für Kerspenhausen stehe auf der Prioritätenliste des Landkreises auf Platz eins, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Niederjossa auf Platz zwei. Über die Möglichkeiten von Fusionen einzelner Einsatzabteilungen müsse weiter gesprochen werden.

Der stellvertretende Wehrführer Norbert Schmidt ging auf die Gefahren von Windkraftanlagen ein. Feuer, herabfallende Flügel, ein Umsturz oder Eissturz – die Anlagen seien keinesfalls zu unterschätzen und solche Einsatzszenarien keine Seltenheit, wie Schmidt erläuterte. (red/nm)

Kommentare