Bürger für Niederaula treten zur Wahl 2016 an

Initiative will ins Parlament

Niederaula. Der Verein Bürger für Niederaula (BfN) will zur Kommunalwahl im Jahr 2016 mit einer eigenen Liste für die Gemeindevertretung antreten.

Das kündigt die Bürgerinitiative, die sich für wiederkehrende Straßenbeiträge einsetzt und hohe Kosten durch den Straßen- und Kanalbau befürchtet, in einer Pressemitteilung an. Mit dieser Ankündigung reagieren die BfN auf Kritik der SPD-Fraktion. Diese hatte in einem Pressegespräch eine massive Diffamierung durch die BfN beklagt und geäußert, dass die Mitglieder der Bürgerinitiative künftig politische Verantwortung übernehmen sollten.

Dem Vorwurf, die Bürgerinitiative mache Stimmung gegen die Gemeindevertreter, indem sie von drohenden Beitragsbescheiden von 50 000 bis 60 000 Euro spreche, treten die Bürger für Niederaula entgegen. Diese Zahlen seien von keinem BfN-Vorstandsmitglied genannt worden. Vielmehr habe ein „hoch angesehenes SPD-Mitglied“ aus dem Ortsteil Kerspenhausen die Auskunft von der Gemeindeverwaltung erhalten, er müsse für sein Grundstück mit Beiträgen von 32 000 Euro rechnen.

Zudem kündigen die BfN eine Stellungnahme des Ingenieurbüros GKU an, welches die Bürgerinitiative mit der erneuten Überprüfung der Kanaluntersuchungen beauftragen wollte.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernhard Hirschbrich habe die Fachkompetenz dieses Unternehmens angezweifelt. Offensichtlich sei nicht bekannt, dass die GKU für viele Städte und Gemeinden tätig sei und beispielsweise die Stadt Hünfeld die Sanierung des Kanalnetzes und der Kläranlage mit einem Bauvolumen von 15 Millionen der GKU übertragen habe. (jce)

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