Sabrina Baumgartl ist neue Ortsjugendpflegerin in ihrer Heimatgemeinde Kirchheim

Immer positiv denken

Am Ball für die Jugendlichen in Kirchheim: Sabrina Baumgartl ist seit September die neue Ortsjugendpflegerin in Kirchheim. Unser Foto zeigt die 28-Jährige im Kirchheimer Jugendclub. Foto: Eisenberg

Kirchheim. „Ein gutes Zeitmanagement braucht man schon“, gesteht Sabrina Baumgartl und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Aber das ist schon machbar.“ Die 28-Jährige ist seit September neue Ortsjugendpflegerin in Kirchheim.

Aus Kostengründen wurde die von Kirche und Gemeinde finanzierte Jugendarbeit in der Autobahngemeinde in diesem Jahr auf eine halbe Stelle reduziert (unsere Zeitung berichtete). Die neue Jugendpflegerin arbeitet deshalb zusätzlich mit einer halben Stelle bei einem Bildungsträger in Bad Hersfeld. Dort war die staatlich anerkannte Sozialpädagogin schon vorher tätig und hat jetzt für ihre neue Aufgabe ihre Stundenzahl halbiert. „Die Arbeit hier ist ein schöner Kontrast zu dem, was ich in Bad Hersfeld mache“, erzählt die 28-Jährige. Bei der Ausbildungs-Betreuung junger Erwachsener mit sozialen Defiziten, bei der sie Kontakt zu den Kooperationsbetrieben halte und Ansprechpartnerin für Probleme sei, sei vieles festgelegt. „Hier kann ich freier arbeiten. Auch der Umgang mit den Grundschülern macht mir Spaß“, erklärt die Sozialpädagogin.

Projekte auf die Beine stellen

Die bestehende Kindergruppe für Sechs- bis Zwölfjährige führt die 28-Jährige weiter und ist als Ansprechpartnerin vor Ort, wenn freitags der Jugendclub im alten Schwimmbadcafé geöffnet ist. Weitere Ideen für künftige Schwerpunkte ihrer neuen Tätigkeit hat Sabrina Baumgartl schon, kann sich beispielsweise vorstellen, mit den Jugenlichen Projekte auf die Beine zu stellen.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Lydia Wagner aus Niederaula bereitet sich Baumgartl bereits auf die angedachte interkommunale Jugendarbeit von Kirchheim, Neuenstein und Niederaula vor. Kirchen und politische Gemeinden wollen dort ein gemeinsames Angebot mit eineinhalb Jugendpflegerstellen schaffen. Noch steht allerdings die Zustimmung des Niederaulaer Gemeindeparlaments aus.

Mit dem Arbeitsumfeld in Kirchheim war die Sozialpädagogin vertraut: Sabrina Baumgartl ist in der Gemeinde aufgewachsen, hat als Grundschülerin selbst am Kinderbasteln teilgenommen. Für Kirche und Gemeinde gleichermaßen tätig zu sein, an Gottesdiensten und Konfirmandenfreizeiten ebenso mitzuwirken wie bei Ferienaktionen, mache ihre Arbeit so abwechslungsreich. „Eine halbe Stelle ist schnell ausgeschöpft“, gibt die Ortsjugendpflegerin zu bedenken.

Bei ihrer Arbeit werde sie deshalb auf die Unterstützung von Bundesfreiwilligendienstleistenden oder Inhabern der Jugendleiter-Card angewiesen sein. Trotzdem ist Sabrina Baumgartl zuversichtlich, dass ein für alle Beteiligten zufriedenstellenderes Angebot geschaffen wird. „Ich bin ein positiv denkender Mensch“, betont sie lachend. person

Von Jan-Christoph Eisenberg

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