Veranstalter und Helfer ziehen Bilanz

Herzberg-Festival: Positives Fazit

Hippies feiern in der Sonne: Das warme und trockene Wetter auf dem Burg-Herzberg-Festival stellte auch die Hilfsorganisationen vor besondere Herausforderungen. Foto: Eisenberg

Breitenbach/H. Weitgehend zufrieden mit dem Verlauf des Burg-Herzberg-Festivals zeigten sich gestern Veranstalter und Hilfsorganisationen.

„Einfach super“ ist die Veranstaltung aus Sicht von Organisator Gunther Lorz verlaufen. Das Zusammenspiel von Musik und den 10 000 Besuchern habe gepasst, zudem habe eine entspannte Atmosphäre geherrscht. Die Trockenheit habe die Organisatoren zwar vor einige Probleme gestellt, die aber „ein Klacks“ im Vergleich zur Schlammschlacht im Vorjahr gewesen seien, meint Lorz.

Ein positives Fazit ziehen die Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes Fulda von ihrem Einsatz als Sanitäter. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren über 70 Ehrenamtliche im Einsatz. Auch mehrere Notärzte unterstützten den Einsatz beim Festival.

Bis Sonntag mussten die Malteser an den beiden Sanitätsstationen insgesamt 381 Patienten versorgen. 10 Hippies wurden zur weiteren Versorgung in ein umliegendes Krankenhaus transportiert. Die im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegenen Einsatzzahlen erklärt Gesamteinsatzleiter Dirk Rasch mit dem warmen Wetter. Im ebenfalls heißen Jahr 2010 zählten die Malteser sogar insgesamt 497 Hilfeleistungen.

Ein ebenfalls positives Fazit zieht Breitenbachs Gemeindebrandinspektor Markus Wettlaufer. Aufgrund der Trockenheit sei die Feuerwehr gezwungen gewesen, auf Teilen des Festivalgeländes offenes Feuer zu verbieten. „Es war zwar nicht immer einfach, die Besucher davon zu überzeugen, aber ein Großteil war einsichtig“, sagt Wettlaufer. Insgesamt 83 Kameraden der Breitenbacher Wehren waren laut Wettlaufer im Einsatz. Viele davon hätten mehrere Schichten geleistet, sodass die Wehren insgesamt 124 je achtstündige Personenschichten geleistet hätten.

Getrübt wird die positive Bilanz durch zwei Zwischenfälle mit brennbaren Flüssigkeiten: Ein Festivalbesucher musste mit Verbrennungen an den Händen ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem es an seinem Benzinkocher zu einer Stichflamme kam. Lebensgefährliche Verbrennungen zog sich am Freitag ein weiterer Festivalbesucher zu, nachdem aus unbekannten Gründen eine Gaskartusche explodiert war (unsere Zeitung berichtete). Nach den Ursachen für diesen Unfall wird laut Gunter Lorz derzeit gesucht. Ein aus Frankfurt angeforderter Rettungshubschrauber flog ihn in eine Spezialklinik nach Sachsen-Anhalt.

Eine Bilanz des Festivals aus Sicht der Polizei soll heute im Laufe des Tages vorgestellt werden. (jce/red)

Burg Herzberg Festival 2013 (Samstag)

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